Aus Studiengebühren neue Professuren finanzieren / Kempen will bessere Studienbedingungen mit Nachwuchsförderung verbinden
(Bonn) - Der Deutsche Hochschulverband (DHV) verlangt, Studiengebühren zur Finanzierung zusätzlicher Professuren einzusetzen. Zusätzliche Stellen für Tutoren und Lehrbeauftragte sind gut und wichtig, aber ohne zusätzliche Professorenstellen bleibt das Stückwerk. Mit dem derzeitigen zahlenmäßigen Verhältnis von Studierenden pro Professor von 60:1 sind wir international schon lange nicht mehr konkurrenzfähig, erklärte der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen. Seit 1995 seien 1.500 Professuren an deutschen Universitäten gestrichen worden trotz steigender Studierendenzahlen. Immer mehr Lehrstühle fallen dem Rotstift zum Opfer. Damit werden dem reichlich vorhandenen, hochqualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs systematisch die Karrierechancen genommen. Zugleich beklagen wir, dass immer mehr gut ausgebildete Nachwuchswissenschaftler das Land verlassen. Das passt einfach nicht zusammen, betonte Kempen.
Kempen verwies auf eine aktuelle repräsentative Umfrage von TNS Emnid unter 1.000 Studierenden aus fünf Bundesländern, in denen bereits Studiengebühren gezahlt werden. Gewünscht würden insbesondere mehr Lehrveranstaltungen und eine bessere Ausbildung. Die Schaffung zusätzlicher Professuren leistet dazu einen maßgeblichen Beitrag, betonte Kempen. Um Studierenden auch in Zukunft eine hochwertige Qualifikation zu bieten, mit der sie im internationalen Wettbewerb bestehen können, brauchen wir mehr Professoren, die durch eigene Forschung aktualisiertes Wissen vermitteln.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Hochschulverband (DHV)
Pressestelle
Rheinallee 18, 53173 Bonn
Telefon: (0228) 9026666, Telefax: (0228) 9026680
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