Pressemitteilung | Bund der Deutschen Landjugend e.V. (BDL)
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Ausbildung: gesellschaftliche & moralische Verpflichtung / BDL fordert mehr Chancen für Jugendliche

(Berlin) - „Jugend braucht Ausbildung und Arbeit.“ Dies ist die zentrale Forderung des Positionspapiers, das der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) auf seiner Mitgliederversammlung verabschiedet hat. Denn Jugendliche haben es nach wie vor schwer, in Ausbildung oder Arbeit zu kommen. Das wissen nicht nur die Delegierten aus den 18 BDL-Landesverbänden, die am Wochenende (29. und 30. April) zur Bundesmitgliederversammlung aus ganz Deutschland nach Südbaden gereist waren.

„Natürlich gibt es verschiedene Ansätze wie zum Beispiel den Ausbildungspakt. Aber die Erfolge sind spärlich gesät. Wir vermissen durchschlagende Erfolge, die Jugendlichen wirkliche berufliche Perspektiven geben“, so Rosi Geyer, die BDL-Vorsitzende, auf der Bundesmitgliederversammlung. In seinem Positionspapier fordert der BDL von den verschiedenen Akteuren verstärkte Bemühungen, um allen Jugendlichen Ausbildung und Arbeit zu ermöglichen.

Der größte Jugendverband im ländlichen Raum warnt dabei vor einer Verstärkung bestehender unsicherer und heikler Beschäftigungssituationen, in denen sich Jugendliche heute oft befinden. Gerade die Einschränkung von ArbeitnehmerInnenrechten und die Ausbeutung durch unterbezahlte Langzeitpraktika (oft unter dem Deckmantel der Arbeitsbeschaffung für Jugendliche) verurteilt der BDL aufs schärfste.

Der Jugendverband weist ausdrücklich daraufhin, dass UnternehmerInnen nicht nur Verantwortung für die Zukunft der Jugendlichen tragen, sondern die Ausbildung von Fachkräften auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit ist. „Vor dieser gesellschaftlichen und moralischen Verpflichtung dürfen sie sich nicht drücken“, so der BDL.

Um Jugendliche entsprechend zu qualifizieren und sie für Berufsfelder zu begeistern, die nicht unbedingt zur ersten Wahl zählen, regt der BDL in dem soeben beschlossenen Positionspapier an, in Schulen stärker Praktika zu etablieren und verstärkt auf Berufsvorbereitung und -orientierung zu setzen.

Das Engagement der Bundesagentur für Arbeit müsse zudem den unterschiedlichen Ausgangslagen und Bedürfnissen der jungen Arbeitssuchenden individuell angepasst werden. Nur so sei eine effiziente Beratung und Vermittlung möglich, heißt es in dem Papier. Fortbildungen wie die so genannten Einstiegsqualifizierungen für Ausbildungsplatzsuchende hält der BDL für sinnvoll, mahnt allerdings, dass solche Maßnahmen kein Ersatz für reguläre Ausbildungsplätze werden dürfen. In diesem Zusammenhang lehnt der Jugendverband eine allgemeine Ausbildungsplatzabgabe ab.

Um Jugendlichen gerade im ländlichen Raum Perspektiven zu eröffnen, sei es wichtig, sie in ihrer Mobilität nicht einzuschränken. „Eine Verschlechterung der Infrastruktur im ländlichen Raum ist gleichzusetzen mit einer Verringerung der Chance auf Ausbildung und Arbeit, weil die jungen Menschen meist auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, um zum Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu kommen“, so die Bundesvorsitzende Rosi Geyer.

„Jugend braucht Ausbildung und Arbeit“, ist für den BDl keine leere Forderung. Wie auch in den Jahren zuvor, wirbt der BDL weiterhin mit dem Berufswettbewerb für Ausbildung im grünen Bereich. In dem Modellprojekt „Grüner Jobgipfel“ mit der Berlin-Brandenburgischen Landjugend, das für September geplant ist, setzt der Jugendverband darüber hinaus ein weiteres Zeichen. „Nun ist es an Politik und Unternehmen etwas zu bewegen!“ fordert Rosi Geyer und verspricht, dass der BDL auch weiterhin nicht locker lassen wird, um Jugendlichen bessere Zukunftschancen zu ermöglichen.

Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Deutschen Landjugend im Deutschen Bauernverband e.V., Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Carina Gräschke, Pressereferentin, Presse Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-253, Telefax: (030) 31904-206

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