Pressemitteilung | Gewerkschaft der Polizei (GdP)

Ausbildung irakischer Polizisten in Deutschland keine √úberraschung

(Berlin) - Als weder ungewöhnlich noch illegal hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte auf deutschem Boden bezeichnet.

GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: ¬ĄDer Rat der Europ√§ischen Union hat im Februar dieses Jahres beschlossen, eine integrierte Rechtsstaatlichkeitsmission f√ľr den Irak (EUJUST) einzurichten. Danach sollen hochrangige Beamte und F√ľhrungskr√§fte unter anderem aus dem Gerichts- und Polizeisektor ausgebildet werden. Die Ausbildung kann innerhalb der EU, wie auch in der Region durchgef√ľhrt werden.¬ď

Die Ausbildung einer qualifizierten, rechtsstaatlichen Polizei f√ľr den zivilen Aufbau des Irak, so Freiberg weiter, k√∂nne nicht allein im W√ľstensand stattfinden. Auch theoretische Ausbildungseinheiten erforderten technisches Equipment, zum Beispiel f√ľr kriminaltechnische Untersuchungsmethoden, das nicht ohne weiteres an beliebige Orte transportiert werden k√∂nne. Freiberg: ¬ĄDass die Ausbildungsorte nicht an die gro√üe Glocke geh√§ngt wurden, versteht sich aus Sicherheitsgr√ľnden von selbst.¬ď

Als spekulativ und nach bisheriger Erkenntnislage abwegig bezeichnete es Freiberg, einen verschwundenen Auszubildenden mit dem j√ľngsten Entf√ľhrungsfall in Verbindung zu bringen.

Die Gewerkschaft der Polizei erinnert daran, dass die deutsche Polizeiausbildung aufgrund ihres professionell hohen Niveaus und auf der Grundlage rechtsstaatlicher Prinzipien √ľberall in der Welt beim Aufbau demokratischer Zivilgesellschaften stark nachgefragt werde.

Im Rahmen von Missionen internationaler Organisationen oder aufgrund bilateraler Vereinbarungen ist die deutsche Polizei in vielen Ländern tätig. So zum Beispiel auch in Afghanistan bei der Reform der Ausbildung und Organisation der afghanischen Polizei.

Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft der Polizei - Bundesgesch√§ftsstelle (GdP) R√ľdiger Holecek, Pressesprecher Stromstr. 4, 10555 Berlin Telefon: (030) 3999210, Telefax: (030) 399921200

(sk)

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