Pressemitteilung | Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

Ausbildung: Vorsitzender Eckinger appelliert an den Anstand der Wirtschaft

(Berlin) - „Der Mangel an Ausbildungsplätzen in Deutschland darf nicht durch populistische Benimm-Debatten übertüncht werden“, betont für den Bundesverband Bildung und Erziehung (VBE) Vorsitzender Ludwig Eckinger. „Ich appelliere an den Anstand der Wirtschaft, genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Es geht nicht darum, eine Gefälligkeit zu erweisen, sondern in die eigene Perspektive zu investieren.“ Es sei ein unannehmbarer Zustand, dass inzwischen weniger als 30 Prozent der Unternehmen Auszubildende aufnehmen, so der VBE-Bundesvorsitzende. „Die Not an Ausbildungsplätzen konterkariere nicht selten die engagierte Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern insbesondere in Brennpunkt-Schulen. Immer mehr junge Menschen mit Hauptschulabschluss machen die bittere Erfahrung, dass die Wirtschaft sie nicht will.“

Dieses gravierende Problem mit Benimm-Unterricht klären zu wollen, sei mindestens blauäugig, kritisiert Eckinger. „Anstand und Benimm vermitteln sich über das Vorbild der Erwachsenen und stehen für Mündigkeit, Achtung und Wahrhaftigkeit. Jungen Leuten eine Perspektive zu verweigern ist mangelnder Anstand.“ Nach Prognosen aus Nürnberg werden auch noch Ende September 60 000 von 600 000 benötigten Ausbildungsplätzen fehlen.

„Schule, Wirtschaft und Eltern stehen in gemeinsamer Verantwortung, jedem Jugendlichen seine Chance in unserer demokratischen Gesellschaft zu eröffnen. Statt sich regelmäßig in Schuldzuweisungen an die Schulen zu ergehen, sollte die Zusammenarbeit von Betrieben und Schulen verbessert werden“, rät Ludwig Eckinger den Wirtschaftsfunktionären.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE) Behrenstr. 23-24, 10117 Berlin Telefon: 030/72619660, Telefax: 030/726196618

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