Ausbildungspakt legt frisierte Bilanz für 2009 vor
(Frankfurt am Main) - IG Metall-Vorstandsmitglied Regina Görner hat die aktuelle Bilanz des Ausbildungspaktes als "nachweislich falsch" bezeichnet: "Die Zahlen des Ausbildungspaktes zum Vermittlungsjahr 2009 sind frisiert und spiegeln nicht die Realitäten bei der Ausbildung wider", sagte Görner am Dienstag (13. Oktober 2009) in Frankfurt. Nach Berechnungen der Gewerkschaften und des Bundesinstituts für Berufsbildung waren Ende September 2009 noch rund 83.000 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz. Die Partner des Ausbildungspaktes rechnen dagegen nur mit 9.600 unversorgten Bewerbern.
Das Angebot an Ausbildungsplätzen ist im Krisenjahr um 36.200 oder 7,1 Prozent zurückgegangen. "Das Ziel, das Ausbildungsniveau von 2008 auch in 2009 zu halten, ist damit nicht erreicht worden", sagte Görner. In den neuen Bundesländern ist der Rückgang mit 14,5 Prozent sogar doppelt so hoch wie in den alten Bundesländern.
Nach Berechnungen der IG Metall haben die Betriebe auch im Bereich der Fertigungsberufe die Nachfrage nicht befriedigen können. Den 190.000 Bewerbern standen 179.000 Angebote gegenüber. Der Rückgang an Ausbildungsstellen lag mit 9,3 Prozent deutlich über dem Durchschnittswert aller Ausbildungsberufe von 7,1 Prozent. "Angesichts des steigenden Qualifikationsbedarfs im gewerblich-technischen Bereich nach Facharbeitern und Ingenieuren ist das Ergebnis enttäuschend und wird den Zukunftserwartungen der Branchen nicht gerecht", sagte die Gewerkschafterin.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843
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