Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
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Ausgewogener Vorschlag von Minister Seehofer zur Vogelgrippe / DBV kritisiert jedoch unzureichende Abstimmung in der EU und fehlende Hilfen

(Berlin) - Der Deutsche Bauernverband (DBV) hält den Vorschlag von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer zur Verlängerung der Stallpflicht für Freilandgeflügel für ausgewogen. Das Friedrich-Loeffler-Institut hatte im Vorfeld auf Grund des Virusnachweises in heimischen Wildvögeln das Risiko eines Erregereintrages als nach wie vor hoch eingeschätzt. Auf Basis dieser Risikoeinschätzung bleibt zum Schutz der Geflügelbestände nur eine Verlängerung der Stallpflicht. Auf der anderen Seite berücksichtigt Minister Seehofer die existenzielle Betroffenheit der Betriebe mit Freilandgeflügel, worauf der DBV wiederholt hingewiesen hatte. So soll die Freilandhaltung risikoorientiert unter bestimmten Bedingungen betriebsindividuell ermöglicht werden.

Der DBV kritisiert jedoch, dass der Vorschlag des Ministers als unbefristet gilt. Der DBV fordert zeitnah eine erneute Risikobewertung. Nur so könne schnell auf die aktuelle Risikolage reagiert und könnten gegebenenfalls weitere Erleichterungen für die Freilandhaltung erreicht werden.

Völlig unverständlich ist, dass die Schutzmaßnahmen vor der Geflügelpest nach wie vor nicht europaweit abgestimmt sind. Sowohl in Bezug auf die Aufstallung als auch in Bezug auf die Impfung wird in den EU-Mitgliedsstaaten unterschiedlich vorgegangen. Dies ist den betroffenen Geflügelhaltern nicht vermittelbar.

Darüber hinaus ist es dringend notwendig, dass den betroffenen Betrieben, die auf Grund der Aufstallungsverpflichtung in existenzielle Nöte kommen, auch zeitnah finanziell geholfen wird. Der DBV erwartet von Minister Seehofer, dass er nicht nur kurzfristig das Gespräch mit den Bundesländern sucht, sondern auch mit der betroffenen Wirtschaft, bevor seine Entscheidung rechtskräftig wird.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Dr. Michael Lohse, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205

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