Ausschreibungsvolumen im Jahr 2025 deutlich überzeichnet
(Berlin) - Nachdem im vergangenen Jahr mit mehr als 10.000 Megawatt (MW) ein neuer Rekord bei den Zuschlägen für die Windenergie an Land erreicht wurde, hat das Jahr 2025 diesen Rekord nun gebrochen. Insgesamt wurden Projekte mit 14.445 MW bezuschlagt.
“2025 waren alle vier Ausschreibungsrunden überzeichnet. Zum Ende des Jahres stehen mehr als 14.445 MW bezuschlagte Projekte in der Bilanz. Damit schwenkt Wind an Land auf den Ausbaupfad des EEG ein. Es ist wichtig, dass die Bundesregierung nun bei der anstehenden Reform des EEGs im kommenden Jahr - wie auch im Koalitionsausschuss beschlossen - die Ziele beibehält, damit diese Entwicklung nicht ausgebremst wird. Auch der Netzzugang muss gesichert werden. Das Ausschreibungsvolumen für 2026 beträgt gemäß EEG 10.000 MW. Das verfügbare Volumen für die Ausschreibung im Februar wurde durch die BNetzA auf 3.445 MW angehoben, so dass für 2026 insgesamt 10.945 MW ausgeschrieben werden. Aktuell sind rund 14.000 MW bereits genehmigter Projekte noch nicht bezuschlagt worden. Angesichts dieses hohen, noch nicht bezuschlagten Volumens ist davon auszugehen, dass auch 2026 die Ausschreibungsrunden überzeichnet sein werden.
Gemessen an durchschnittlichen Investitionskosten von 1,4 bis 1,6 Mio Euro je Megawatt Leistung entspricht das noch nicht bezuschlagte Volumen Investitionen im Umfang von 20 bis 23 Mrd. Euro, die durch die Windenergiebranche in eine zukunftsfähige Energieversorgung getätigt werden. Das unterstreicht die Stärke und den Leistungswillen der Branche”, kommentiert BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek.
In der Ausschreibungsrunde mit Stichtag zum 1. November erhielten 415 Projekte mit einer Gesamtleistung von 3.456 Megawatt einen Zuschlag. Ausgeschrieben war ein Volumen von 3.450 MW. Insgesamt wurden 905 Gebote mit einer Gebotsmenge von 8.155 MW eingereicht. 490 Projekte mit 4.699 MW Leistung gingen in der letzten Ausschreibungsrunde 2025 somit leer aus. Wie auch in den restlichen Ausschreibungsrunden war das verfügbare Volumen deutlich überzeichnet, so dass sich die Zuschläge an den Gebotswerten orientierten. Daher liegt auch in dieser Runde der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert mit 6,06 Cent deutlich unter dem Höchstwert von 7,35 Cent je Kilowattstunde. Für 2026 hat die BNetzA den Höchstwert um 1,36% auf 7,25 ct/kWh abgesenkt.
Die meisten Zuschläge entfallen auf Gebote in Nordrhein-Westfalen (1.093 MW, 148 Zuschläge), gefolgt von Niedersachsen (1.091 MW, 133 Zuschläge). Die drittgrößte Zuschlagsmenge ergab sich für Projekte in Brandenburg (262 MW, 34 Zuschläge).
Heidebroek: “Die Windenergie an Land setzt ihre dynamische Entwicklung ein weiteres Jahr in Folge fort und etabliert sich damit noch deutlicher als der wichtigste Energieträger im bundesdeutschen Energiemix. Wir sind das starke Rückgrat der deutschen Energieversorgung und auf Kurs. Um die Ziele des EEG von 115 GW installierter Leistung Wind an Land tatsächlich zu erreichen, braucht es eine kurzfristige Nachholung von Ausschreibungsmengen, die 2017/2018 aufgrund des Fehlstarts der Ausschreibungen verloren gegangen waren. Die starke Genehmigungsbasis, auch im Süden, schafft hier eine kurzfristige Möglichkeit nachzusteuern. Der gesetzliche Hebel liegt mit § 28 EEG bei der BNetzA. Die Windindustrie kann und wird liefern.”
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE), Wolfram Axthelm, Geschäftsführer(in) Politik und Kommunikation, EUREF-Campus 16, 10829 Berlin, Telefon: 030 212341210
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