Bachelorausbildung in den Ingenieurwissenschaften / Innovationskraft trotz Skepsis / Aktuelle Studie ermittelt die Umsetzung der Bachelor-Master-Einführung / Ingenieurwissenschaften trotz Skepsis vieler Professoren auf einem guten Weg / Hochschulen müssen verstärkt in die Lehre investieren
(Bonn) - Die Bachelorausbildung in den Ingenieurwissenschaften befindet sich trotz vieler Kinderkrankheiten auf einem guten Weg. Der vielfach formulierten Skepsis stehen deutliche Innovationen in der Ausbildung entgegen. Nach der erfolgreichen Umstellung des Studiensystems muss nun aber noch stärker in eine qualitative Verbesserung der Lehre investiert werden. Dies zeigt die heute (29. Oktober 2007) in Bonn von den Verbänden VDE, VDI, VDMA und ZVEI vorgestellte HIS-Studie Acht Jahre Bologna Professoren ziehen Bilanz. Auf der Tagung Qualitätsdialog Ingenieurausbildung signalisierte der NRW-Innovationsminister Pinkwart: Der Bologna-Prozess erhält die Ingenieurausbildung `made in Germany´ wettbewerbsfähig." Die Präsidentin der HRK Wintermantel machte deutlich: Gerade die aktuelle Debatte um den Ingenieurmangel zeigt, wie wichtig Bildung als strategische Investition für die Zukunft Deutschlands ist."
In der ersten Phase bis 2010 haben die Hochschulen mit Hochdruck die Diplom- auf Bachelor/Master-Studiengänge umgestellt. Für die zweite Reformphase bis 2020 fordern die Verbände neue, moderne Lehrformen an den Hochschulen. Um berufliche Kompetenzen und nicht allein Fachwissen zu vermitteln, brauchen wir neue Konzepte in der Lehre, sagt Willi Fuchs, Direktor des VDI. 79 Prozent der Hochschullehrer fordern Schulungen in Didaktik, denn nur in 49 Prozent der Hochschulen sind diese vorhanden. Wir brauchen eine neue Exzellenzinitiative für die Lehre. Dem stimmt Josef Nossek, Präsident VDE, zu: Mit einer modernen Didaktik lassen sich Grundlagenvermittelung und Anwendungsorientierung besser verknüpfen. So wird die Attraktivität gesteigert und wir begeistern mehr junge Menschen für ein Ingenieurstudium.
Insgesamt zeigt die Studie, dass viele Hochschulen die Reform genutzt haben, um die vorhandenen Studiengänge kritisch zu reflektieren und neue Impulse aufzugreifen. So geben zum Beispiel vier von fünf Hochschullehrern an, dass bei ihnen zumindest ein Teil der angebotenen Bachelorstudiengänge interdisziplinär angelegt ist. Mit 88 Prozent sind die Universitätsprofessoren des Maschinenbaus Spitzenreiter bei der Implementierung interdisziplinärer Ansätze. Dies zeigt, dass die Professoren verstärkt auf Industrienanforderungen reagieren. Die Hochschulen müssen den eigenen Bachelor nun noch stärker promoten und den Unternehmen Hilfestellungen bei der Einschätzung der Absolventen an die Hand geben, eine outcomeorientierte Beschreibung der Module liefert dafür die beste Grundlage, erklärt Eckart Kottkamp, Sprecher der Initiative Ingenieurausbildung des VDMA. Ähnlich sieht dies Gotthard Graß, Hauptgeschäftsführer des ZVEI Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie: Dieses Marketing in eigener Sache wird für die Hochschulen, die sich in einem globalen Bildungsmarkt behaupten müssen, immer entscheidender."
Der Qualitätsdialog Ingenieurausbildung soll kein singuläres Ereignis bleiben, denn die Verbände sind entschlossen, ihr Engagement für die Ingenieurausbildung in konzertierten Aktionen auch zukünftig fortzusetzen.
Studie als PDF zum Download unter: http://www.vdi.de/uploads/media/HIS_Bericht_komplett.pdf.
Quelle und Kontaktadresse:
VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V., Hauptgeschäftsstelle
Pressestelle
Graf-Recke-Str. 84, 40239 Düsseldorf
Telefon: (0211) 6214-0, Telefax: (0211) 6214-575
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