BAföG um mindestens zehn Prozent erhöhen / Offener Brief von Studierendenverbänden und Bildungsgewerkschaft an Bundestagsabgeordnete
(Frankfurt am Main / Berlin) - In einem offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten haben Studierendenverbände und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gefordert, das BAföG so schnell wie möglich um mindestens zehn Prozent anzuheben. Die Bundesrepublik braucht mehr Akademikerinnen und Akademiker. Das hat jüngst die OECD-Studie Bildung auf einen Blick noch einmal belegt. Das BAföG ist eine der unersetzlichen Säulen der Studienfinanzierung. Es spielt eine zentrale Rolle, mehr Chancengleichheit im deutschen Bildungswesen zu verwirklichen. Nach sechs Nullrunden für Studierende müssen Bedarfssätze (mindestens plus zehn Prozent) und Freibeträge (mindestens plus neun Prozent) jetzt schleunigst erhöht werden, sagte GEW-Hochschulexperte Andreas Keller am Montag, 8. Oktober 2007. Studierendenverbände und GEW orientierten sich mit ihrer Forderung an den Empfehlungen des BAföG-Beirates der Bundesregierung. Diese seien eine Minimalanpassung, die lediglich die in den vergangenen Jahren gestiegenen Lebenshaltungskosten ausgleichen.
Wir brauchen mehr Kinder aus sozial schwächeren Familien und Migrantenhaushalten an den Hochschulen. In diesen Bevölkerungsgruppen gibt es noch große Bildungspotenziale, die im Sinne der gesamten Gesellschaft besser erschlossen und aktiviert werden müssen. Die Ausweitung der BAföG-Förderung insbesondere mit Blick auf die Anspruchsmöglichkeiten von Migrantinnen und Migranten leistet hierzu einen wichtigen Beitrag, sagte Jana Fischer, Mitglied des Sprecherteams des GEW-Bundesausschusses der Studentinnen und Studenten (BASS). Sie machte sich außerdem dafür stark, die BAföG-Zuschläge für Studierende, die im Ausland studieren, weiterhin als Vollzuschuss zu zahlen. Nur so können wir die im Rahmen des Bologna-Prozesses gewünschte und sinnvolle Mobilität der Studentinnen und Studenten sicher stellen, betonte Fischer. Mit dem Bologna-Prozess soll bis 2010 ein gemeinsamer europäischer Hochschul- und Forschungsraum geschaffen werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Ulf Roedde, Pressesprecher
Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201
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