Bauern verlangen höhere Getreidepreise / BBV-Generalsekretär Müller: "Es drängt sich der Verdacht auf, dass hier jemand auf unsere Kosten abkassiert"
(München) - Nachdem der Verband der Großbäckereien höhere Preise für Brot und Backwaren angekündigt hatte, fordert der Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes, Hans Müller, für die Bauern entsprechend höhere Getreidepreise.
Während die Einstandspreise für Brotweizen gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent gesunken seien, habe es bei den Verbraucherpreisen für Mehl seit dem Anstieg Ende 2007 bis dato keinen nennenswerten Preisrückgang gegeben. Diese Mehlpreise würden problemlos höhere Erzeugerpreise zulassen, lautet Müllers Einschätzung.
Müller appellierte an alle Beteiligten der Wertschöpfungskette, fair miteinander umzugehen und der Rohstoffsicherung auf Vertragsbasis zu wettbewerbsfähigen Preisen Vorrang zu geben. Auf weiter sinkende Erzeugerpreise für Brotgetreide zu warten sei der falsche Weg.
Wenn, wie jüngst geschehen, höhere Brot- und Brötchenpreisen unter anderem auf höhere Rohstoffpreise zurückgeführt werden, liegt die Vermutung nahe, dass verarbeitende Stufen zwischen Landwirtschaft und Bäckerhandwerk dafür verantwortlich sind, erklärte Müller. Angesichts der Preisentwicklung von Getreide und Mehl drängt sich der Verdacht auf, dass hier jemand auf unsere Kosten abkassiert, sagte Müller.
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Bayerischer BauernVerband (BBV), Körperschaft des öffentlichen Rechts
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