Rahmenbedingungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes müssen langfristig stabil bleiben
(Berlin) – Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) begrüßt grundsätzlich den Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Damit würden die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für Investitionen klarer.
Die professionelle Immobilienwirtschaft ist bereits auf dem Weg zur Dekarbonisierung ihrer Portfolios und setzen diese konsequent um. Die Öffnung des Gesetzes für fossile Heizungsoptionen ist daher von geringer Relevanz für die Branche.
Änderungen bei Gewerbeimmobilien
Die spezifischen Änderungen im Bereich der Gewerbeimmobilien haben Licht und Schatten: Zu begrüßen sind die pauschalen Erfüllungsoptionen der Renovierungsanforderungen für bestehende Nichtwohngebäude (Gebäudealter, Fernwärmeanschluss oder Wärmepumpe). Eigentümer von Immobilien brauchen solche flexiblen und praxistauglichen Lösungen, die sich am jeweiligen Gebäude sowie an Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit orientieren.
Kritisch sieht der ZIA die behördlichen Kontrollen von Inspektionsberichten von Klima- und Lüftungsanlagen sowie neuen Energieausweisen. „Das klingt nach staatlichem Bürokratismus und bringt uns keine Mehrwerte für Klimaschutz oder die Gebäudeperformance“, betont ZIA-Präsidentin Iris Schöberl.
Unsicherheit bei Verfügbarkeit und Kosten klimaneutraler Energieträger
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft das Fehlen belastbare Berechnungen zur künftigen Verfügbarkeit sowie zu den zu erwartenden Kosten für klimaneutrale Gase und Öle. „Ohne diese Grundlagen bleiben große Unsicherheiten,“ so Schöberl weiter.
Grundsätzlich sei nun eine zügige Verabschiedung wichtig, damit endlich Rechtssicherheit für Gebäudeeigentümer herrscht und die Rahmenbedingungen so ausgestaltet sind, dass die notwendigen Investitionen in den klimaneutralen Gebäudebestand getätigt werden können.
Quelle und Kontaktadresse:
ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. - Büro Berlin, Sandra Kühberger, Leitung Kommunikation, Leipziger Platz 9, 10117 Berlin, Telefon: 030 2021585-0
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