Baugewerbe fordert Vorfahrt für Mittelstand in Europa / "Think small first" darf kein Lippenbekenntnis sein
(Berlin) - Im Hinblick auf die am kommenden Sonntag stattfindende Wahl zum Europäischen Parlament hat der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, auf die Bedeutung dieser Wahl für das deutsche Baugewerbe hingewiesen:
"Auch die mittelständische Bauwirtschaft ist von vielen Entscheidungen Brüssels betroffen: Ich erinnere an die Anti-Diskriminierungs-, Entsende- oder an die - glücklicherweise verhinderte - "Sonnenschein"-Richtlinie."
Für das mittelständische Baugewerbe geht es auf europäischer Ebene zukünftig vor allem darum, dem Prinzip "Vorfahrt für den Mittelstand", wie es 2008 in dem sog. Small Business Act niedergelegt wurde, eine konsequente Anwendung zu verschaffen. Leitbild jeglicher europäischer Wirtschafts- und Sozialpolitik muss die soziale Marktwirtschaft sein. Kreativität, Innovationen und Existenzgründungen können nur in einem Klima der Freiheit gedeihen, welches Eigeninitiative, Leistungswillen und Selbstverantwortung belohnt.
"Gerade die derzeitige Wirtschafts- und Finanzmarktkrise zeigt die Bedeutung der mittelständischen Unternehmen. 99 Prozent aller Unternehmen in der EU haben weniger als 250 Beschäftigte und gelten als Mittelstand. Diese Betriebe stellen mehr als zwei Drittel aller Arbeitsplätze. Ein signifikanter Beschäftigungsaufbau hat in den letzten Jahren in Europa nur im Mittelstand stattgefunden. Daher müssen die Wachstumskräfte gerade dieser Betriebe nachhaltig gestärkt werden. Dass derzeit Milliarden an Steuergeldern in marode Konzerne gesteckt werden, ist aberwitzig und wird notwendige marktwirtschaftliche Anpassungsprozesse nicht verhindern können." So Loewenstein weiter.
"Nur ein handlungsfähiges Europa ist Garant für Freiheit und Wohlstand in nunmehr 27 Mitgliedsstaaten. Mehr Demokratie und Transparenz - dazu gehört notwendigerweise auch der Abbau überflüssiger Bürokratie - auf der einen, aber auch mehr Handlungsfähigkeit und Subsidiarität auf der anderen Seite müssen Ziele europäischer Politik sein. Die EU muss überall dort gestärkt werden, wo Probleme über Grenzen hinweg besser und effektiver gelöst werden können als in einzelnen Mitgliedstaaten und Regionen." Erklärte Loewenstein abschließend.
Die politischen Forderungen des deutschen Baugewerbes zur Europawahl finden Sie auf www.zdb.de.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB)
Dr. Ilona K. Klein, Leitung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kronenstr. 55-58, 10117 Berlin
Telefon: (030) 203140, Telefax: (030) 20314419
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