Pressemitteilung | Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB)
Anzeige

Baugewerbe zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen: Investitionsanreize für den Wohnungsbau erforderlich / Optionsmodell und Verdoppelung der Afa im Neubau gefordert / Energiesparprämie, Handwerkerbonus und reduzierte Mehrwertsteuer zur Beschleunigung der energetischen Sanierung im Bestand vorgeschlagen

(Berlin) - "Die neue Bundesregierung ist aufgefordert, den daniederliegenden Wohnungsneubau wieder in Schwung zu bringen. Das ist im Interesse vieler Familien, die sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen wollen. Wohneigentum ist darüber hinaus der beste Schutz vor Altersarmut." Dieses erklärte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, zum heutigen Auftakt der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und FDP.
Dazu schlug Loewenstein die Einführung eines Optionsmodells vor: In die Baufinanzierung eingebrachtes Eigenkapital kann ebenso wie Tilgungsleistungen für Fremdkapital noch in der gleichen Periode steuerlich abgesetzt werden. Die daraus entstandene Steuerschuld wird verzinst und später nachgelagert versteuert.

Um den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum insbesondere in den Ballungsgebieten zu befriedigen, soll nach den Vorstellungen des Deutschen Baugewerbes die Abschreibung im Mietwohnungsbau verdoppelt werden. Wenn die Anforderungen der EnEV übererfüllt werden, sollte die Afa in den ersten acht Jahren auf 8 Prozent verdoppelt werden.

Energetische Gebäudesanierung und energieeffizientes Bauen sind besonders wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz. Die größten Potenziale zur Energieeinsparung liegen in der Wärmedämmung des Gebäudebestandes. "Um Energiesparmaßnahmen an Gebäuden, besonders an selbstgenutztem Wohnraum, zu fördern, schlagen wir die Einführung einer Energiesparprämie in Höhe von 25 Prozent von max. 20.000 Euro nachgewiesenen Arbeitskosten für energetische Sanierungsmaßnahmen vor. Darüber hinaus sollen die KfW-Programme zur CO2-Gebäudesanierung über 2011 hinaus verstetigt werden." So Loewenstein weiter.

Die Einführung eines ermäßigten Mehrwertsteuersatzes auf arbeitsintensive Dienstleistungen kann darüber hinaus ebenfalls zur Beschleunigung der Sanierung des Gebäudebestandes beitragen. Gleichzeitig wird der Schwarzarbeit entgegengewirkt. Daher muss die entsprechende EU-Richtlinie endlich in nationales Recht umgesetzt werden.

"Die Menschen brauchen Planungssicherheit, bevor sie sich für eine große Investition, wie den Bau eines Hauses, den Kauf einer Eigentumswohnung oder eine umfassende Sanierung entscheiden. Die neue Bundesregierung ist aufgefordert, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass diese Sicherheit gegeben ist." So Loewenstein abschließend.

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB) Dr. Ilona K. Klein, Leitung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kronenstr. 55-58, 10117 Berlin Telefon: (030) 203140, Telefax: (030) 20314419

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige