Pressemitteilung | Bauverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Bauindustrie kritisiert Arbeitsminister Holter

(Schwerin) - Hans-Jürgen Langschwager, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Mecklenburg-Vorpommern reagierte am 10. Januar in Schwerin auf eine Pressemitteilung von Arbeitsminister Helmut Holter. Dieser hatte gestern die Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung scharf kritisiert und mehr Geld für Arbeitsmarktprogramme gefordert.

„Herr Holter zeigt auf den Bund und lenkt damit von der eigenen Verantwortung ab“ stellt Langschwager dazu fest. Zum Jahresende gab es im Land 20.788 arbeitslose Bauarbeiter. So viel wie nie zuvor. „Der Arbeitsminister, der ja zugleich auch Bauminister ist, sollte wissen, dass die dringend benötigten Arbeitsplätze nur durch Investitionen und nicht durch ABM entstehen. Deshalb sollte er mit gutem Beispiel vorangehen und Arbeitsmarkt-Mittel seines Hauses für Investitionen zur Verfügung stellen.“

Minister Holter hatte vor wenigen Tagen die Ergebnisse einer Überprüfung der so genannten GAP-Projekte vorgelegt. Auch wenn der Arbeitsminister die Projekte schön redet, für die Bauindustrie ist die Bewertung vernichtend. Der Bericht sagt, die Projekte sind überdurchschnittlich teuer, sie integrieren nicht in den ersten Arbeitsmarkt und sind durch Förderung des Arbeitsamtes ersetzbar. Immerhin stehen dafür etwa 7 Mio. Euro pro Jahr bereit. Von diesem Geld könnte man eine der dringend notwendigen Ortsumgehungen an Landesstraßen finanzieren oder mindestens 20 Kilometer Straßen gründlich instand setzen.

Angesichts des beispiellosen Niedergangs der Branche und den extremen Witterungsbelastungen sind die Bauverbände „jederzeit bereit dem Bauminister in einem Gespräch die tatsächlichen Probleme der Branche darzustellen“ sagte Langschwager abschließend.

Quelle und Kontaktadresse:
Bauindustrieverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. Eckdrift 93 19061 Schwerin Telefon: 0385/6356300 Telefax: 0385/6356311

()

NEWS TEILEN: