Bauverband M-V –Tag der Bauwirtschaft 2026 in Rostock
(Schwerin) Beim diesjährigen TAG DER BAUWIRTSCHAFT M-V 2026 hat der Präsident des Bauverbandes Mecklenburg Vorpommern e. V., Dipl.-Ing. (FH) Thomas Maync, eindringlich vor einer weiter zunehmenden Abkopplung Mecklenburg Vorpommerns vom bundesweiten Baukonjunkturtrend gewarnt und klare politische Rahmenbedingungen für den Zeitraum bis 2031 gefordert.
Vor Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Verbänden kritisierte Maync insbesondere die rückläufigen Umsätze und Auftragszahlen in Mecklenburg Vorpommern. Während bundesweit 2025 ein reales Umsatzplus von 2,5 Prozent erzielt wurde, verzeichnete die Bauwirtschaft im Land ein Minus von 4,4 Prozent. Vor allem der Wohnungsbau bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück – mit einem erneuten zweistelligen Einbruch. „Wir koppeln uns erneut vom Bundestrend ab – und die Brisanz dieser Entwicklung wird von der Landesregierung nicht ausreichend wahrgenommen“, so Maync.
In seinem Statement machte der Verbandspräsident deutlich, dass eine nachhaltige Verbesserung nur mit strukturellen Reformen möglich sei. Planungs- und Genehmigungsprozesse müssten „radikal beschleunigt“ werden. „Lange Verfahren gefährden die Auslastung der Betriebe und führen zu erheblichen Kostensteigerungen. Wir fordern digitale Prozesse, klarere Zuständigkeiten und pragmatische Lösungen bei Zielkonflikten zwischen Naturschutz und Wohnungsbau“, forderte Maync.
Trotz zusätzlicher Bundesmittel aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ sinken Investitionen im Landeshaushalt real. „Neue Schulden ersetzen reguläre Mittel, anstatt zusätzliche Investitionen zu ermöglichen“, warnte Präsident Maync.
Schließlich mahnte der Verbandspräsident einen konsequenten Bürokratieabbau an: „Ich bezweifle ernsthaft, dass es einen Abbau von Bürokratie geben wird, solange Personal im öffentlichen Dienst aufgebaut wird. Die Unternehmen im Land leisten bereits am Limit – zusätzliche Dokumentationspflichten, kleinteilige Vorgaben oder unklare Rechtslagen rauben Zeit und Personal, das wir auf den Baustellen benötigen. Wir brauchen harmonisierte Bauordnungen, weniger Berichtspflichten und digitale, unkomplizierte Prozesse!“
Der Präsident des Bauverbandes, Dipl.-Ing. (FH) Thomas Maync, appellierte an Politik und Kommunen, die Jahre bis 2031 zu nutzen, um die Infrastruktur und den Wohnungsbau im Land grundlegend zu stärken. „Unsere Unternehmen wollen bauen. Was sie brauchen, sind Tempo, Verlässlichkeit und ein politischer Rahmen, der unternehmerisches Handeln ermöglicht“, so Maync abschließend.
Quelle und Kontaktadresse:
Bauverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. - Hauptgeschäftsstelle, Sophie Kort, Mitarbeiter(in) Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Werderstr. 1, 19055 Schwerin, Telefon: 0385 7418-0
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