Bauwirtschaft am Jahresanfang 2007: Baukonjunktur profitiert von guter Witterung / Umsatz im Januar um 18 Prozent gestiegen / Anstieg der Auftragseingänge um 20 Prozent / Unternehmen stocken Personalbestand um 5 Prozent auf
(Berlin) - Der im letzten Jahr zu beobachtende Aufschwung der Baukonjunktur hat sich zu Jahresbeginn 2007 fortgesetzt. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, ist der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe im Januar diesen Jahres im Vergleich zum Vorjahresmonat um nominal 17,9 Prozent gestiegen. Die Bauunternehmen nutzten die gute Witterung, um die hohen Auftragsbestände vom Jahresende 2006 sukzessive abzuarbeiten. Die Entwicklung der Auftragseingänge gibt aber auch für die nächsten Monate Anlass zu Optimismus: Die Ordertätigkeit ist im Januar um nominal 19,8 Prozent gestiegen (preisbereinigt: 14,7 Prozent).
Der Konjunkturaufschwung hat seit Sommer 2006 auch den Bauarbeitsmarkt erreicht. Diese Tendenz verstärkte sich im Januar: Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe lag mit 685.500 auch witterungsbedingt - um 4,7 Prozent bzw. 30.500 Personen über dem Wert des Vorjahresmonats. Die Zahl der Arbeitslosen mit bauhauptgewerblichen Berufen ist im gleichen Zeitraum sogar um 37 Prozent auf 186.000 zurückgegangen. Zudem meldeten die Unternehmen vermehrt offene Stellen.
Motor des Aufschwungs ist weiterhin der Wirtschaftsbau: Die Umsätze lagen im Januar um 21 Prozent, die Auftragseingänge um 31,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Aber auch die Unternehmen des Wohnungsbaus meldeten im Januar noch steigende Umsätze (21,4 Prozent). Die Unternehmen haben die - durch die Vorzieheffekte aus der Abschaffung der Eigenheimzulage und der Mehrwertsteuererhöhung hervorgerufenen - hohen Auftragsbestände 2006 nicht komplett abgearbeitet. Wie erwartet hielten sich die Bauherren mit neuen Aufträgen zum Jahresanfang aber zurück: Die Ordertätigkeit sank um 0,7 Prozent.
Im Öffentlichen Bau wirkte sich die bessere Finanzlage der Gebietskörperschaften positiv aus: Der Umsatz stieg um 9,5 Prozent. Insbesondere der Straßenbau weist einen überdurchschnittlich hohen Anstieg auf (17,3 Prozent). Auch die Zurückhaltung bei der Auftragsvergabe hat die Öffentliche Hand aufgegeben: Die Auftragseingänge lagen um 17,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.
Zu schaffen machen den Bauunternehmen weiter steigende Preise für Vorprodukte: Der Erzeugerpreisindex für Betonstahl in Stäben lag im Januar diesen Jahres um 18 Prozent über dem Wert von Januar 2006; im Februar betrug die Preissteigerung sogar schon 21 Prozent. Der Preis für Bitumen aus Erdöl ist im Januar um 17 Prozent gestiegen und der Preis für Halbzeug aus Kupfer sogar um 23 Prozent. Bei einem Anteil der Materialkosten am Bruttoproduktionswert im Bauhauptgewerbe von durchschnittlich 30 Prozent kann sich diese Entwicklung schnell negativ auf die Ertragslage auswirken.
Quelle und Kontaktadresse:
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.
Dr. Heiko Stiepelmann, stellv. Hauptgeschäftsführer, Kommunikation
Kurfürstenstr. 129, 10785 Berlin
Telefon: (030) 212860, Telefax: (030) 21286240
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