Bayerns Ärzte-Verbände demonstrieren gemeinsam / Schulter an Schulter für eine bessere Versorgung
(Wiesbaden) - Beim 1. Bayerischen Ärzteverbandstag am Mittwoch, 19. Juli 2006, in München demonstrieren alle wichtigen ärztlichen Berufsverbände, die Landesärztekammer und die Landeszahnärztekammer sowie die Berufsverbände der Arzthelferinnen und der Physiotherapeuten gemeinsam für ein besseres Gesundheitswesen.
Die Ärzte wollen die Bevölkerung mit ihren Protestaktionen über die Folgen der Berliner Gesundheitspolitik aufklären, betont Dr. med. Wolf von Römer, Vizepräsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Sie sind nicht länger bereit, für die von den Politikern verursachte Rationierung und Mangelversorgung die Verantwortung zu übernehmen.
Mit dem von der Großen Koalition beschlossenen Reform-Kompromiss werden weder die Finanzmisere noch die grundlegenden Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung behoben. Der geplante Gesundheitsfonds führt nicht zum Bürokratieabbau, sondern zu einer neuen Mammut-Behörde, die -ganz im Gegenteil - mehr Bürokratie und Verwaltungskosten verursacht.
Wenn eine Berufsgruppe, wie die Ärzte, die sich in erster Linie ihrem Beruf und dem Dienst am Menschen verpflichtet fühlt, nun schon seit Monaten geschlossen auf die Straße geht, dann zeigt das nach den Worten von Römers, dass die Schmerzgrenze überschritten ist. Er wertet es als Alarmsignal, dass über 50 Prozent der in Deutschland ausgebildeten Ärztinnen und Ärzte nach dem Staatsexamen in andere Berufe oder ins Ausland gehen, um sich eine sichere Existenz aufzubauen. Die Ärzte sind nicht mehr bereit hinzunehmen, dass ihnen ein Drittel der vertragsärztlichen Leistungen als Sozialrabatt abgepresst wird, betont der BDI-Vizepräsident.
Er ruft alle bayerischen Kolleginnen und Kollegen auf, am 19. Juli 2006 nach München zu kommen und auf dem Ärzteverbandstag ihre Geschlossenheit zu demonstrieren.
Die Demonstration beginnt um 11.00 Uhr auf der Theresienwiese (Bavariaring / Ecke Mozartstraße), wo Dr. Wolf von Römer im Namen des BDI und weitere Vertreter der Ärzteschaft in Grußworten ihre Forderungen zur Gesundheitspolitik erheben werden. Anschließend wird der Protestmarsch zum Löwenbräukeller am Stiglmairplatz ziehen. Dort wird als Hauptredner der Berliner Staatsrechtler Professor Helge Sodan zum Thema Gesundheitsreform 2006 - Systemwechsel mit Zukunft oder Flickschusterei? sprechen. Zum Abschluss werden auf dem Podium Vertreter der Ärzteschaft mit Professor Sodan sowie Abgeordneten der politischen Parteien diskutieren.
Quelle und Kontaktadresse:
Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI)
Pressestelle
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden
Telefon: (0611) 18133-0, Telefax: (0611) 18133-50
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