Pressemitteilung | (BDEW) Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.
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BDEW zu Elektromobilität: Bundeskabinett mit zukunftsweisender Entscheidung / Markteinführungsprogramm wäre begrüßenswert

(Berlin) - "Der heutige (19. August 2009) Kabinettbeschluss ist ein deutliches Bekenntnis der Bundesregierung zur Unterstützung der Elektromobilität. Damit werden die innovativen Ansätze aus Forschung und Industrie nun auch durch die Politik mit einer langfristig angelegten und gesicherten Perspektive unterlegt. Dies stellt einen wichtigen Schritt für die weitere Entwicklung dieses Fahrzeugkonzepts dar." Das erklärte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) anlässlich der heutigen (19. August 2009) Verabschiedung des "Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität" durch die Bundesregierung.

Ziel müsse es sein, Deutschland weltweit in eine führende Position im Zukunftsmarkt Elektromobilität zu bringen.

"Der BDEW ist davon überzeugt, dass die Elektromobilität auf lange Sicht einen sinnvollen und wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Mobilität leisten kann", betonte die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Zugleich biete die breite Einführung von Elektrofahrzeugen mit Batterien die Option für eine bessere Integration der zunehmenden Einspeisungen aus erneuerbaren Energien.

Der BDEW würde es zudem begrüßen, wenn sich die Bundesregierung nach Abschluss der jetzt vereinbarten Prüfung auf ein Markteinführungsprogramm für Elektrofahrzeuge, wie es in anderen Ländern schon jetzt besteht, verständigen könnte. Auch dürfe der so genannte Fahrstrom - im Vergleich mit Haushaltstrom - nicht mit zusätzlichen Steuern oder Abgaben belastet werden.

Langfristiges Ziel müsse nach Ansicht des BDEW die Entwicklung einer neuen urbanen Energie-Infrastruktur sein, in der die Integration der Elektromobilität ein wichtiger Bestandteil sei. In seinem Konzept "Zukunftsenergie 2020" hat der Verband Kommunalpolitik, Raumplaner der Länder und Stadtentwicklungsministerium des Bundes aufgefordert, sich hier ihrer Verantwortung zu stellen.

Müller wies darauf hin, dass Unternehmen und Verbände schon umfangreiche Vorarbeiten geleistet hätten, um dem Elektrofahrzeug zum Durchbruch zu verhelfen. Gemeinsam mit 17 Unternehmen aus sechs Branchen hat der BDEW die Initiative ELAN 2020 gegründet. "ELAN 2020 ist deutschlandweit die einzige Initiative, in der alle wichtigen Branchen zusammenarbeiten, also Automobilindustrie, Chemie- und Mineralölindustrie, Batteriehersteller, Zulieferer sowie Energieversorger, um der Elektromobilität zum Durchbruch in den Massenmarkt zu verhelfen." In drei Studien werden Wirtschaftlichkeit und Umweltauswirkungen, die Anforderungen der Kunden an die Elektromobilität und technische Fragestellungen zur Integration der Fahrzeuge in das Stromnetz untersucht.

Der Verband der Automobilwirtschaft (VDA), der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) und der BDEW haben darüber hinaus im Juni ein gemeinsames Positionspapier verabschiedet. Darin sprechen sie sich unter anderem für eine Standardisierung aller für das elektrische Fahren notwendigen Komponenten aus, regen die übergangsweise Förderung der Elektromobilität an und fordern eine gemeinsame Plattform der beteiligten Industrien einschließlich dem Verordnungsgeber, um der Elektromobilität gemeinsam zum Durchbruch zu verhelfen.

Neben ihrem Einsatz zur Etablierung der Elektromobilität leistet die deutsche Energiewirtschaft mit ihrem Engagement für erdgasbetriebene Fahrzeuge bereits seit Jahren einen Beitrag zur Überwindung der Ölabhängigkeit des Straßenverkehrs. So hat Erdgas - vor allem in Verbindung mit der Beimischung von Bioerdgas - als Kraftstoff nicht zuletzt vor dem Hintergrund seiner günstigen CO2-Bilanzierung ebenfalls ein hohes Ausbaupotenzial.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW), Hauptgeschäftsstelle Jan Ulland, Stellv. Pressesprecher Reinhardtstr. 32, 10117 Berlin Telefon: (030) 300199-0, Telefax: (030) 300199-3900

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