Pressemitteilung | (BDEW) Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.
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BDEW zum Bau neuer Kraftwerke: Stabile Versorgung mit neuen Kraftwerken sichern / Stromerzeugung muss auf eine breite Basis gestellt werden / Erneuerbare Energien steigern Anteile, Kohlekraftwerke bleiben aber im Energiemix

(Berlin) - Angesichts der jüngsten Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster, den Weiterbau wichtiger Anlagenteile des Kohlekraftwerks in Datteln vorerst zu stoppen, weist der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) alle Beteiligten noch einmal eindringlich auf die gemeinsame Verantwortung für eine sichere Energieversorgung des Industriestandortes Deutschland hin. "Die Stromerzeugung in Deutschland muss auch in Zukunft auf eine breite Basis gestellt werden. "Nur ein breiter Energiemix ist in der Lage, eine sichere und nachhaltige Versorgung zu bezahlbaren Preisen zu gewährleisten", sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gestern (24. September 2009) in Berlin. Auch wenn im Jahr 2020 rund 30 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen, müssten immer noch 70 Prozent mit konventionellen Kraftwerken erzeugt werden.

"Deshalb benötigt Deutschland zur Erfüllung seiner Klimaschutzziele gerade in diesem Segment neue, deutlich effizientere Kraftwerke und damit auch Gas- und Kohlekraftwerke. Die Erzeugungsarten müssen sachlich bewertet und kombiniert werden", so Müller.

"Bis zum Jahr 2020 muss gut ein Viertel des derzeit installierten Kraftwerksparks mit gut 140.000 Megawatt Leistung erneuert oder modernisiert werden. Wir sehen mit Sorge den wachsenden Widerstand in der Öffentlichkeit bei Kraftwerksprojekten. Dabei ist es oft egal, ob die Anlagen mit Wind, Sonne oder Kohle betrieben werden. Die Frage ist, woher soll dann künftig der Strom kommen?"

Um eine sichere und nachhaltige Stromversorgung auch in der Zukunft zu garantieren, wollen die deutschen Stromversorger allein bis 2020 rund 40 Milliarden Euro in neue Kraftwerke investieren. "Eine nachhaltige Energieversorgung entscheidet sich nicht an der Frage `konventionell oder erneuerbar´, sondern an der Frage "neu gegen alt". Jedes neu gebaute Kraftwerk ist mit seinem besseren Wirkungsgrad ein weiterer Beitrag zum Klimaschutz", erklärte die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Müller hob außerdem hervor, dass erneuerbare Energien im Erzeugungsportfolio der Energieunternehmen einen steigenden Anteil einnehmen: "Die erneuerbaren Energien sind ein wachsender Bestandteil im Energiemix und inzwischen eine Selbstverständlichkeit im Energiegeschäft."

Über 60 Prozent der Wertschöpfungskette bei der Stromversorgung durch erneuerbare Energien würden von den Mitgliedsunternehmen des BDEW erwirtschaftet. Sie erst sorgen dafür, dass Strom aus Wind, Sonne und Wasserkraft vom Verbraucher genutzt werden können. Solange aber das Problem großer Speicher für Strom nicht gelöst sei, so lange werde die konventionelle Stromerzeugung das Rückgrat der Energieversorgung bilden.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW), Hauptgeschäftsstelle Jan Ulland, Stellv. Pressesprecher Reinhardtstr. 32, 10117 Berlin Telefon: (030) 300199-0, Telefax: (030) 300199-3900

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