Pressemitteilung | (BDI) Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
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BDI erwartet zukunftsweisende Lösungen vom G8-Gipfel / Gemeinsames Handeln beim Klimawandel erforderlich / Kernenergie leistet Beitrag zum Klimaschutz

(Berlin) - „Die Klimapolitik ist das Paradebeispiel für die Notwendigkeit internationaler Kooperationen. Nur durch gemeinsames Handeln auf internationaler Ebene kann den Herausforderungen des Klimawandels in erforderlichem Umfang mit wirksamen Maßnahmen begegnet werden. Die G 8 Staaten haben hier ganz klar eine Vorreiterrolle und Vorbildfunktion.“ Das sagte BDI-Präsident Jürgen R. Thumann zum Auftakt des G 8 Gipfels der Staats- und Regierungschefs im japanischen Toyako. „Die Agenda der G8 packt die drängenden globalen Themen an. Jetzt muss es darum gehen, Taten folgen zu lassen und praktikable und zukunftsweisende Lösungen zu finden“, forderte Thumann. „Die internationale Wirtschaft war und ist bereit, die globalen Themen mit zu gestalten und ihren Beitrag zu sinnvollen Lösungen zu leisten.“ Thumann verwies auf den G8 Business Summit im April diesen Jahres in Tokyo, bei dem die Präsidenten der Spitzenverbände der G 8 Staaten die Erwartungen der internationalen Wirtschaft an den G8-Gipfel der Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen in einer joint declaration formuliert hatten.

Alle Industrieländer müssten sich zu mit der EU-Zielsetzung vergleichbaren Emissionsreduzierungen verpflichten, forderte Thumann. Erst dann könne man von den Schwellenländern und den wirtschaftlich weiter fortgeschrittenen Entwicklungsländern verlangen, einen ihren Verantwortlichkeiten und jeweiligen Fähigkeiten angemessenen Beitrag erbringen. Im Jahr 2006 betrug Deutschlands Anteil an den weltweiten energiebedingten CO2-Emissionen weniger als drei Prozent. „Deutschlands Emissionsminderungsbeitrag ist zwar wichtig als Signal, aber quasi unerheblich, wenn die reinen Emissionsdaten betrachtet werden. Echte internationale Klimaschutzanstrengungen sind also unerlässlich - auch unter Kosteneffizienzaspekten. Es geht darum, möglichst viel Klimaschutz pro Euro zu erreichen“, so der BDI-Präsident. Entwicklungs- und Schwellenländer weisen derzeit die großen Emissionszuwächse auf. Das erwartete Bevölkerungswachstum (2050 wird es 9 Milliarden Menschen auf der Erde geben) findet ganz überwiegend in diesen Ländern statt. „Deshalb ist es so wichtig, dass die G8 den Boden bereiten für einen bei der Weltklimakonferenz in Kopenhagen im Jahr 2009 zu verabredenden internationalen Klimaschutz, der von allen - Industrie-, Schwellenländern- und Entwicklungsländern - mitgetragen wird.“

Der BDI begrüßt die Anstrengungen der G8, die Entwicklung C02-armer Erzeugungstechnologien einschließlich der Nutzung der Kohle zu fördern und zunehmend zur Marktreife zu bringen. „Der Gipfel zeigt allerdings auch, wie international isoliert Deutschland mit dem Festhalten am Kernenergieausstieg ist“, erklärte Thumann. Mittlerweile haben alle übrigen G8-Staaten erklärt, die Kernenergie als C02-arme und preisgünstige eigene Energiequelle weiter zu nutzen.

Quelle und Kontaktadresse:
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. Petra Ganser, Sekretärin, Presse und Kommunikation Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 20280, Telefax: (030) 20282566

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