BDI fordert neues System der Hochschulfinanzierung
(Berlin) - Der Wettbewerb der Hochschulen um Finanzmittel darf nicht auf die relativ geringe Fördersumme der Exzellenzinitiative beschränkt bleiben. Er muss zum generellen Verteilungsmechanismus für öffentliche Mittel im Hochschulsystem werden. Dies forderte Dieter Kurz, Vorsitzender der Carl Zeiss AG und Vorsit-zender des BDI-Ausschusses für Forschungs- und Technologiepolitik, auf einer gemeinsamen Tagung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie am 3. April 2006 in Berlin.
Alle Bundesländer zusammen mit oder ohne den Bund müssten den Hoch-schulen einen verlässlichen Finanzrahmen in Höhe von 1 Prozent vom BIP zur Verfügung stellen, forderte Kurz. Die Gelder müssten über die Studenten differenziert nach den Studienrichtungen an die Hochschulen fließen. Instrumente wie Bildungsgutscheine oder Studienkonten seien dazu geeignet. In der Forschung komme es verstärkt auf den Projektwettbewerb an. Dabei müssten anwendungsorientierte Projekte zur Stärkung der Innovationskraft genauso attraktiv wie die Projekte der Deutschen Forschungsgemeinschaft sein.
Wenn die Hochschulen alle ihre Mittel im Wettbewerb erhielten, sollte ihnen auch vollständige Autonomie über Angebote und Preise, Personal und Besoldung, Kapazitäten und Investitionen eingeräumt werden. Das sei wesent-lich dynamischer und effektiver als Zielvereinbarungen und Mittelzuweisungen nach einer Fülle verschiedener Indikatoren.
Quelle und Kontaktadresse:
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
Dr. Olga Wilde, Referentin, Strategische Kommunikation
Breite Str. 29, 10178 Berlin
Telefon: (030) 20280, Telefax: (030) 20282566
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