BDI gegen Verlängerung der Abwrackprämie / Durchsichtiges Manöver zum Wählerfang
(Wiesbaden) - Der Berufsverband Deutscher Internisten, BDI e.V., hält nichts von der angekündigten Verlängerung der Abwrackprämie. Sie ist ein durchsichtiges Manöver auf Kosten des Steuerzahlers, um vor der Bundestagswahl im September Wählerstimmen zu ködern. Das Geld muss in späteren Jahren vom Bürger über höhere Steuern wieder zurückgeholt werden, mahnt BDI-Präsident Dr. Wolfgang Wesiack. Die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft sind zweifelhaft. Wie sich zeigt, entscheidet sich nur jeder zweite Bürger, der die Prämie in Anspruch nimmt, beim Neuwagenkauf für ein deutsches Fabrikat.
Sehr viel wichtiger als die finanzielle Förderung der Hersteller von Kleinfahrzeugen wäre eine nachhaltige Unterstützung des Gesundheitswesens, in dem rund 4,4 Millionen Menschen tätig sind, etwa sechsmal soviel wie in der Automobilindustrie. Jeder zehnte Arbeitsplatz in Deutschland ist in der Gesundheitswirtschaft. Davon stehen jedoch mehr und mehr aus Mangel an finanziellen Ressourcen auf der Kippe. Niedergelassene Ärzte sehen sich in diesem Jahr erneut gezwungen, wegen der Unterfinanzierung der ärztlichen Versorgung Arzthelferinnen zu entlassen.
1975 flossen von (umgerechnet) 100 Euro Ausgaben der Krankenkassen 18 Euro in den ambulanten Sektor, jetzt sind es nur noch 15 Euro, trotz steigendem Leistungsbedarf. Die Bundesregierung ist dringend aufgerufen, der drohenden Rationierung von Gesundheitsleistungen entgegen zu wirken. Die Gesundheitswirtschaft ist "die" Zukunftswirtschaft unseres Landes, betont Wesiack.
Quelle und Kontaktadresse:
Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI)
Helge Rühl, Geschäftsführer
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden
Telefon: (0611) 18133-0, Telefax: (0611) 18133-50
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