BDI-Hauptgeschäftsführer Schnappauf zu den Koalitionsvereinbarungen in Hamburg: Deutschland braucht dringend ein ganzheitliches Energiekonzept / Blackout rückt immer näher / Deutschland braucht klimaschonende Kraftwerke / Hunderttausende Arbeitsplätze bedroht
(Berlin) - Die Entscheidung der Koalition in Hamburg gegen das neue Kohlekraftwerk Moorburg zeigt, dass Deutschland dringend ein ganzheitliches Energiekonzept braucht. Das erklärte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf anlässlich der bevorstehenden Vorstellung des Koalitionsvertrages in der Hansestadt.
Die zunehmenden Einzelfallentscheidungen - wie jetzt in Hamburg - gefährden immer mehr die sichere Energieversorgung. Jede einzelne Entscheidung gegen ein Kraftwerk vor Ort wirkt sich negativ auf die Energieversorgung in Deutschland insgesamt aus, betonte Schnappauf.
Moorburg ist eines der modernsten Kraftwerkprojekte. Der Betreiber Vattenfall schlägt vor, das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg auf dem niedrigen Emissionsniveau eines Gaskraftwerkes zu betreiben. Wer ein solches Angebot ablehnt, schadet der Umwelt, sagte Schnappauf. Klimapolitisch ist es besser, neue Anlagen mit deutlich verbesserten Wirkungsgraden zu betreiben, als alte Kraftwerke weiter laufen zu lassen, so Schnappauf.
Die deutsche Energieversorgung benötigt dringend klimaschonende Kraftwerke, welche die Stromversorgung in der Grundlast wirtschaftlich sicherstellen. Die jüngsten Berechnungen der Deutschen Energie-Agentur (dena) zeigen, dass Deutschland dabei ist, in eine gefährliche Stromlücke zu laufen. Ohne Kernkraftwerke und neue klimafreundliche Kohlekraftwerke ist die Energieversorgung akut gefährdet, warnte Schnappauf. Ein Black-out in Deutschland rückt immer näher.
Deutschland fehlt ein schlüssiges Energiekonzept, erläuterte Schnappauf. Die Risiken sind hoch: In Deutschland sind Hunderttausende von Arbeitsplätzen bedroht. Deshalb verlangt der BDI von Bund und Ländern ein Energiekonzept und unverzüglich eine Aufklärungs- und Akzeptanzkampagne für neue Kraftwerke und ein modernes Stromnetz, für wettbewerbsfähige Energiepreise, für Wachstum und Arbeitsplätze.
Quelle und Kontaktadresse:
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
Petra Ganser, Sekretärin, Presse und Kommunikation
Breite Str. 29, 10178 Berlin
Telefon: (030) 20280, Telefax: (030) 20282566
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