BDI-Präsident Thumann: Deutschland kann sich ein Scheitern des Luftabwehrsystems MEADS nicht leisten!
(Berlin) - MEADS ist derzeit das einzige Projekt der gemeinsamen Sicherheitspolitik und Sicherheitsvorsorge von Deutschland und den USA. Diese transatlantische Rüstungskooperation ist nicht nur von hoher industriepolitischer Relevanz, sondern auch unverzichtbarer Bestandteil im Kampf gegen den internationalen Terrorismus, betonte BDI-Präsident Jürgen R. Thumann im Vorfeld der 41. Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik, die in dieser Woche in München stattfindet. Das geplante Luftabwehrsystem MEADS (Medium Extended Air Defence System) leiste zudem einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheitsvorsorge im eigenen Land sowie für die Einsatzkräfte außerhalb Deutschlands. Die Kooperation im MEADS-Programm ist für den Standort Deutschland von zentraler strategischer Bedeutung.
Die Rüstungskooperation mit den USA, so Thumann weiter, beinhalte eine einzigartige Chance für deutsche Spitzentechnologie der wehrtechnischen Industrie. Mit MEADS erhalte die deutsche wehrtechnische Industrie im Rahmen eines transatlantischen Technologietransfers Zugang zum amerikanischen Rüstungsmarkt. Hier bietet sich endlich die Möglichkeit, die Einbahnstraße umzuwandeln in eine beidseitig befahrene Straße mit fairen Wettbewerbsregeln mit Potenzial für Ausbaustrecken! Diese Chance müssen wir ergreifen! Der deutschen wehrtechnischen Industrie eröffne MEADS darüber hinaus die Fortentwicklung vorhandener Spitzentechnologien.
Deutschland kann nur ein wettbewerbsfähiger, führender wehrtechnischer Standort sein, wenn die Wertschöpfung in Deutschland erhalten und gesteigert wird, sagte Thumann. Dieses Ziel sei nur mit zielgerichtetem politischen Handeln erreichbar. Vor diesem Hintergrund kann sich Deutschland aus politischen, wirtschaftlichen und technologischen Gründen ein Scheitern von MEADS nicht leisten!, warnte der BDI-Präsident.
Das Bundesministerium der Verteidigung benötigt im März die Zustimmung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, um die deutsche Teilnahme an der mehrjährigen Entwicklungsphase für Meads sicherzustellen. Sollte diese Zustimmung nicht erfolgen, käme diese Entscheidung einem Ausstieg Deutschlands gleich, der zum Scheitern des gemeinsamen Projektes führen würde.
Quelle und Kontaktadresse:
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
Breite Str. 29, 10178 Berlin
Telefon: 030/20280, Telefax: 030/20282566
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