Pressemitteilung | (BDI) Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
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BDI-Präsident Thumann zur G8-Erklärung zum Klimaschutz: „Aufgeschlossenheit der G8-Staaten für globale Lösungen ist ein Erfolg“

(Berlin) - „Die Einigung der G8-Staaten auf einen globalen Ansatz auf UN-Ebene beim Klimaschutz ist ein Erfolg. Die wachsende Aufgeschlossenheit der G8-Staaten für konkrete gemeinsame Zielvorgaben ebnet den Weg für das Treffen im Dezember in Bali, wenn sich die Staaten zur Vorbereitung eines Kyoto-Anschlussvertrages treffen. Jetzt muss die Arbeit an international zu vereinbarenden Zielen und Instrumenten angepackt werden“, erklärte BDI-Präsident Jürgen Thumann.

„Die deutsche Industrie erkennt das in der UN-Klimarahmenkonvention verankerte Grundprinzip der gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortlichkeiten der Staaten an. Die Industrieländer müssen beim Klimaschutz vorangehen und die Machbarkeit einer Low-Carbon-Economy sowie deren Vereinbarkeit mit positiver wirtschaftlicher Entwicklung und gesellschaftlichem Wohlstand demonstrieren“, betonte Thumann. Auf lange Sicht habe jedoch jeder Staat die gleiche Verantwortung, nach seinem Vermögen zum Klimaschutz beiztragen. Um Entwicklungs- und Schwellenländer in die Lage zu versetzen, aus eigener Kraft den Anstieg ihrer Treibhausgasemissionen zu begrenzen, müsse die technologische Kooperation zwischen diesen Ländern und den Industriestaaten deutlich intensiviert werden, so Thumann.

Die deutsche Industrie bemühe sich aktiv, die Politik dabei zu unterstützen, ein internationales Klimaschutzregime für die Zeit nach 2012 zu etablieren. „Alle großen Emittenten müssen in geeigneter Weise in ein künftiges internationales Klimaschutzregime einbezogen werden. In Deutschland ist ein neuer Klimadialog zwischen Industrie und Politik erforderlich, um kooperativ die immensen Herausforderungen bewältigen zu können. Die Politik sollte sich klar zu den energieintensiven Industrien bekennen – diese Industrien brauchen langfristige Zukunftsperspektiven in Deutschland“, erklärte der BDI-Präsident.

Die deutsche Industrie könne einen großen Beitrag zur Reduktion der weltweiten Treibhausgasemissionen durch die Verbreitung ihrer hocheffizienten Technologien leisten. Um diese Aussage zu konkretisieren, habe das BDI-Präsidium Anfang März die BDI-Initiative "Wirtschaft für Klimaschutz" beschlossen. „Wir wollen schlüssig darlegen, was die Industrie aus eigener Kraft an Emissionsminderungen schaffen kann. Und wir wollen auch klar definieren, wo wir die Unterstützung der Politik brauchen. Sich auf Ziele zu verständigen ist wichtig. Nun müssen möglichst schnell klare Rahmenbedingungen für den Zeitraum bis 2050 geschaffen werden“, so Thumann.

Quelle und Kontaktadresse:
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. Petra Ganser, Presse und Kommunikation Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 20280, Telefax: (030) 20282566

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