Pressemitteilung | (BDI) Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
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BDI schlägt bundesweit einheitliche Behördenrufnummer vor - wider den Behördendschungel

(Berlin) – Welche Behörde ist für mein Anliegen zuständig? Wann und wie erreiche ich dort jemanden? Welche Unterlagen muss ich mitbringen? Fragen wie diese sollen zukünftig nicht mehr in den Behördendschungel führen, sondern mit Hilfe allein einer Telefonnummer beantwortet werden. „Eine bundesweit einheitliche Behördenrufnummer - beispielsweise die 115 - wäre ein einfacher und doch revolutionärer Schritt, die öffentliche Verwaltung bürgernäher und transparenter zu gestalten“ schlug Carsten Kreklau, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, heute (18. Dezember 2006) im Beisein von Bundesminister Schäuble beim IT-Gipfel in Potsdam vor.

Dazu sollten Callcenter mit gut geschulten Mitarbeitern telefonische Anfragen aufnehmen, beantworten und an die richtige Stelle weiterleiten. Eine solche Behördennummer sei leicht zu kommunizieren und besonders auch in Katastrophenfällen sehr hilfreich. Ein ähnliches Projekt in New York habe zudem gezeigt, dass sich die schnell auswertbaren Anrufe als aktuelles verwaltungsinternes Steuerungsinstrument eignen.

Entscheidend für den Projekterfolg sei aus Sicht des BDI die politische Rückendeckung der Bundeskanzlerin aber auch aller übrigen Verwaltungsebenen. „Wenn wir das hinbekommen ist es ein positives Signal, dass wir es ernst meinen mit mehr Serviceorientierung und einer verwaltungsübergreifenden Zusammenarbeit“, so Kreklau.

Die Behördenrufnummer wäre zudem eine hervorragende Ergänzung der Bemühungen, Verwaltungsdienste zunehmend zu vereinfachen und online abzuwickeln. Deutschland habe beim flächendeckenden Angebot solcher eGovernment-Dienste noch deutlichen Nachholbedarf. Dabei seien sie ein wichtiger Standortfaktor. Ein Grund sei die mangelnde Kooperation der Behörden untereinander. „Die Industrie hat entsprechende Lösungen entwickelt. Vom IT-Gipfel erwarte ich daher einen Schub für eine enge Zusammenarbeit von Verwaltungen und Wirtschaft bei zukünftigen eGovernment-Projekten - zum Nutzen der Verwaltung selbst und der Bürger und Unternehmen als ihren Kunden.“

Quelle und Kontaktadresse:
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. Thomas Hüne, Referent, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 20280, Telefax: (030) 20282566

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