BDI sieht Anzeichen für Trendwende in Exportwirtschaft / Sturzflug dürfte beendet sein / Auftragseingänge mit 5,2 Prozent im Plus / Warnung vor Protektionismus und Finanzierungsengpässen
(Berlin) - "Es spricht einiges dafür, dass der Sturzflug im Export beendet ist. Die jüngsten Zahlen lassen vorsichtig aufatmen. Nach der positiven Entwicklung der Auftragseingänge erwarten wir jetzt eine weitere Konsolidierung der Exporte." So kommentierte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf die wirtschaftliche Lage der Exportindustrie. Die Auftragseingänge legten im Mai um kräftige 5,2 Prozent zu, die Exporte stiegen leicht um 0,3 Prozent.
Der BDI sieht laut seinem jüngsten Außenwirtschafts-Report zunehmende Anzeichen einer Stabilisierung der Exportwirtschaft, allerdings auf niedrigem Niveau. "Die weltweiten Konjunkturprogramme könnten dazu führen, dass die Exporte Ende des Jahres wieder ansteigen", so Schnappauf.
"Es gibt allerdings noch eine lange Wegstrecke mit vielen Risiken aus dem In- und Ausland", warnte Schnappauf. Zu den Gefahren gehöre der weltweit zunehmende Protektionismus: "Viele unserer Unternehmen befürchten, direkt von "buy national"- Klauseln betroffen zu sein. Deshalb muss die Politik an die Ergebnisse des G8-Gipfels anknüpfen und hart daran arbeiten, die Doha- Welthandelsrunde möglichst schnell abzuschließen", forderte Schnappauf.
Sorge bereite den Unternehmen auch die Exportfinanzierung. "Die Kreditwirtschaft hält sich zunehmend zurück, Exporte zu finanzieren. Diese Lage könnte sich in den nächsten Monaten weiter zuspitzen", sagte Schnappauf. Die von der Bundesregierung und der EU beschlossenen Maßnahmen zur Erleichterung der Exportkreditversicherung und der Exportfinanzierung würden grundsätzlich begrüßt, allerdings gebe es erheblichen Nachbesserungsbedarf.
Den vollständigen BDI-Außenwirtschaftsreport finden Sie auf der BDI-homepage unter www.bdi.eu/außenwirtschaftsreport
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BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
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