BDI steht zum Beschluss von Münster / Hausärzteverband spielt mit falschen Karten
(Wiesbaden) - Der Deutsche Hausärzteverband verbreitet öffentlich, dass der Allgemeininternist gegen alle Absprachen doch in die ambulante Versorgung solle und beruft sich dabei auf eine Äußerung des Berufsverbandes Deutscher Internisten BDI e.V. BDI-Präsident Dr. Wolfgang Wesiack weist die Behauptung, der BDI sei nach dem 110. Deutschen Ärztetag Mitte Mai 2007 in Münster umgeschwenkt, entschieden zurück.
Die vom DHÄV erwähnte Absprache hat es überhaupt nicht gegeben. Der BDI vermutet dahinter die Strategie, die Landesärztekammern mit falschen Argumenten dazu zu bringen, die in Münster mit Zweidrittel-Mehrheit beschlossene Wiedereinführung des Facharztes für Innere Medizin in ihren Weiterbildungsordnungen nicht umzusetzen. Wesiack betont, dass der BDI vor dem Deutschen Ärztetag nichts anderes gesagt habe als nach dem Deutschen Ärztetag. In der hausärztlichen Versorgung ändert sich nichts. Hausarzt ist der in Rostock 2002 und Köln 2003 beschlossene Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin.
Der Facharzt für Innere Medizin ohne Schwerpunkt wird in erster Linie im Krankenhaus zur Versorgung von Patienten mit internistischen Erkrankungen benötigt. Allerdings übersieht der Deutsche Hausärzteverband, dass es auch einen ambulanten fachärztlichen Versorgungsbereich gibt. Selbstverständlich kann sich der Facharzt für Innere Medizin in dieser Versorgungsebene niederlassen, nur eben nicht als Hausarzt. Dafür müsste er nach seiner fünfjährigen Weiterbildung noch zwei zusätzliche Jahre allgemeinmedizinische Weiterbildung in der hausärztlichen Versorgung absolvieren.
BDI-Präsident Wesiack fordert den Hausärzteverband auf, dieses Spiel mit falschen Karten aufzugeben und zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren. Viel wichtiger sei es, gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen, um eine qualifizierte haus- und fachärztliche Versorgung auch in Zukunft flächendeckend zu sichern. Der BDI ist bereit, die Bemühungen des Hausärzteverbands um genügend Weiterbildungsstellen in einer gemeinsamen Aktion der Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen zu unterstützen, damit der Nachwuchsbedarf ohne Abstriche an der Qualität gedeckt werden kann.
Quelle und Kontaktadresse:
Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI)
Pressestelle
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden
Telefon: (0611) 18133-0, Telefax: (0611) 18133-50
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