BDI unterstützt eine einheitliche Vertretung der Fachärzte und kritisiert die Mängel an der Struktur des neuen Facharztspitzenverbands
(Wiesbaden) - „Das Denken in kleinen Karos muss aufhören“, betont BDI-Präsident Dr. Wolfgang Wesiack aus Anlass der Gründung des neuen Spitzenverbands der Fachärzte Deutschlands. Es sei an der Zeit, dass die Fachärzte mit einer Stimme reden.
Als größter Facharztverband Europas ist der Berufsverband Deutscher Internisten e.V. mit ca. 25.000 Mitgliedern nicht unter den 15 Gründerverbänden des neuen Facharztspitzenverbands, da dessen Konstruktion gravierende Mängel aufweist.
Wesiack hält es für unabdingbar, dass ein interdisziplinärer Facharztverband niedergelassene und Krankenhausärzte vereinen muss und sich nicht allein auf niedergelassene Ärzte beschränken darf. Durch die neuen Versorgungsformen verwischen die tradierten Grenzen zwischen hausärztlichen, fachärztlichen und ambulanten wie stationären Versorgungsbereichen mehr und mehr. Auch angestellte Ärzte in Praxen und Krankenhäusern nehmen vermehrt an der ambulanten Versorgung teil. Sie müssen ihre Interessen daher in einem Facharztverband gemeinsam bündeln und nach außen vertreten.
Ein solcher Verband darf jedoch auf keinen Fall von der Gnade der Kassenärztlichen Bundesvereinigung abhängig sein, wie es jetzt den Anschein hat. Der BDI befürchtet, dass in Zukunft drei Facharzt-Verbände, nämlich der neue Spitzenverband, die Gemeinschaft fachärztlicher Berufsverbände und der Deutsche Facharztverband, in Konkurrenz zueinander auftreten. Dies würde eine einheitliche Vertretung konterkarieren.
Der BDI drängt darauf, zunächst inhaltliche Fragen wie gemeinsame Interessen, Zielsetzung und Struktur einer solchen fachärztlichen Vertretung zu klären, als sich einem zu engen Zeitplan zu unterwerfen.
Die Ärztinnen und Ärzte erwarten eine autarke Vertretung der Interessen über ihre Berufsverbände unabhängig von den Gestaltungsmöglichkeiten der Körperschaften des öffentlichen Rechts.
Quelle und Kontaktadresse:
Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI)
Pressestelle
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden
Telefon: (0611) 18133-0, Telefax: (0611) 18133-50
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