Pressemitteilung | (BDI) Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
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BDI zur Konjunktur in Ostdeutschland / Industrie vergleichsweise robust / Hohe industrielle Wertschöpfung in Thüringen / Liquiditätssicherung besonders wichtig

(Berlin) - "Die Industrie in Ostdeutschland kommt vergleichsweise robust durch die Krise, teilweise sogar besser als in anderen Regionen, da sie sehr flexibel und weniger exportabhängig ist." Dies sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf am Mittwoch (29. Juli 2009) anlässlich einer Veranstaltung des Verbandes der Wirtschaft Thüringens in Erfurt.

Gemessen an der Industriedichte belegt Thüringen den Spitzenplatz unter den neuen Ländern und liegt bundesweit auf Rang 5, vor klassischen westdeutschen industriell geprägten Ländern wie Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen. "Der Anteil der industriellen Wertschöpfung am Bruttoinlandsprodukt in Thüringen ist fast doppelt so groß wie in Großbritannien," sagte Schnappauf. "Die hohe Industriedichte ist ein großer Vorteil für den nächsten Aufschwung."

Sorge bereitet laut Schnappauf die Liquiditätssicherung der Unternehmen. "In den neuen Bundesländern spitzen sich Finanzierungsprobleme nochmals zu. Umfragen zeugen von höheren Kredithürden in Ostdeutschland im Vergleich zu Westdeutschland. Während in Westdeutschland 23 Prozent Investitionskredite abgelehnt wurden, waren es in Ostdeutschland 32 Prozent. Die Banken stehen in der Pflicht, eine Kreditklemme zu verhindern. Mangelnde Liquidität gefährdet die Finanzierung des Aufschwungs", warnte Schnappauf. "Die Krise darf nicht gefährden, was in 20 Jahren deutsche Einheit aufgebaut wurde. Schon deshalb muss die Politik die von G20 beschlossenen Regeln für die Finanzmärkte schnellstens umsetzen."

Quelle und Kontaktadresse:
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. Pressestelle Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 20280, Telefax: (030) 20282566

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