Pressemitteilung | (BDI) Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
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BDI zur Rohstoffsicherheit: „Zugang zu Rohstoffen entscheidet über Zukunft unserer Industrien“ / Gemeinsame Anstrengungen von Bundesregierung und Europäischer Kommission gefordert / Mehr als 450 Exportbeschränkungen hemmen Handel / Finanzkrise verschafft nur Atempause in Rohstoffrally

(Berlin) - „Von einem gesicherten Zugang zu Rohstoffen hängt die Zukunftsfähigkeit unserer Industrien ab – für neue Investitionen, neues Wachstum, neue Arbeitsplätze. Wir erwarten von der Bundesregierung und der Europäischen Kommission, dass sie den Handels- und Wettbewerbsverzerrungen bei Rohstoffen konsequent entgegenwirken.“ Dies forderte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf bei der Vorstellung des BDI-Zehn-Punkte-Papiers zur Rohstoffpolitik. „Rohstoffsicherheit ist kein Tagewerk. Rohstoffsicherheit ist Daueraufgabe, Langfristaufgabe und Gemeinschaftsaufgabe“, kommentierte Ulrich Grillo, der Vorsitzende des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik.

„Die Finanzkrise verschafft uns nur eine Atempause in der Rohstoffrally“, sagte Schnappauf. „Die Rohstoffpreise sind von ihrem historisch hohen Niveau deutlich gesunken. Mittelfristig werden die Preise aber wieder steigen, der Aufwärtstrend bleibt erhalten. Gleichzeitig wird der Handel mit über 400 Rohstoffen zurzeit durch weit mehr als 450 Exportbeschränkungen gehemmt“, kritisierte der BDI-Hauptgeschäftsführer. „Bei politisch verursachten Beschränkungen der Rohstoffsicherheit benötigen die Unternehmen die Unterstützung der Politik – auch bei Rohstoffengagements im Ausland und strategischen Projekten wie etwa der Nord Stream Pipeline.“

Nicht nur die Verfügbarkeit ausländischer Rohstoffe, sondern auch die Versorgung mit heimischen Rohstoffen stellt die Industrie vor große Probleme: „Einige wichtige Rohstoffe wie Kali, Salze oder Braunkohle sind in Deutschland und Europa zwar ausreichend vorhanden. Aber um die Verfügbarkeit von heimischen Rohstoffen zu gewährleisten, muss die Ausweisung von Naturschutzgebieten regelmäßig überprüft und gegebenenfalls ausgesetzt werden können“, forderte Grillo. „Ob hierzulande oder weltweit – ohne die sichere Versorgung mit Rohstoffen werden sämtliche Wertschöpfungsketten und damit Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze unserer Industrien beeinträchtigt.“

Quelle und Kontaktadresse:
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. Dr. Olga Wilde, Pressesprecherin Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 20280, Telefax: (030) 20282566

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