BDI zur staatlichen Risikobeteiligung bei Kreditversicherungen: "Atempause für den Mittelstand" / "Top up-Lösung" greift zu kurz / Öffnung des KfW-Sonderprogramms für Leasinggesellschaften stabilisiert Leasingmarkt
(Berlin) - "Die geplante staatliche "Risikoauffanglösung" für Kreditversicherungen ist ein erster wichtiger Schritt und verschafft vor allem dem Mittelstand eine Atempause. Dadurch erhalten Unternehmen wieder einen höheren Versicherungsschutz." Dies erklärte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) zu den vorliegenden Beschlüssen des Lenkungsausschusses.
"Die geplante Top up-Lösung ist gut, greift aber zu kurz. Auch für den Unternehmenskreis, der überhaupt keinen Versicherungsschutz mehr erhält, müssen geeignete Lösungen gefunden werden, wenn die Firmen im Kern gesund sind", forderte Schnappauf. Eine staatliche Risikobeteiligung bei Kreditversicherungen dürfe nicht wie vorgesehen nur für den Teil des Forderungsausfallrisikos gelten, den die Kreditversicherer nicht mehr absichern.
Positiv bewertete Schnappauf den Beschluss des Lenkungsausschusses, das KfW-Sonderprogramm auch für Leasinggesellschaften zu öffnen: "Dies ist ein Beitrag zur Stabilisierung des rückläufigen Leasinggeschäfts, das immer mehr Unternehmen als Alternative zum klassischen Investitionskredit nutzen." Als unnötig restriktiv kritisierte der BDI-Hauptgeschäftsführer die geplante Beschränkung auf banken- und herstellerunabhängige Leasinggesellschaften. "Wir brauchen rasch praxistaugliche Lösungen, um eine weitere Verschärfung der Liquiditätsengpässe im Mittelstand zu vermeiden."
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BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
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