Pressemitteilung | Bund der Deutschen Landjugend e.V. (BDL)
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BDL für gerechte Preise und sozialen Markt / Verhandlungen sind keine Preisabsprachen

(Berlin) - „Solange die Erzeugung von Milch mehr kostet, als sie einbringt, weil eine Handvoll Handelsunternehmen den Molkereien und MilcherzeugerInnen ihre Preise diktiert, ist eine Schieflage erreicht, die weder den LandwirtInnen noch der Gesellschaft gut tut“, stellt Johannes Scharl klar. Der stellvertretende Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) ist beileibe kein Schwarzmaler. Doch auf lange Sicht hat die deutsche Landwirtschaft bei dieser Art des Preispokers kaum eine Überlebenschance.

Der Einsatz der MilcherzeugerInnen zeigt Wirkung. Seit Tagen ziehen diese die Notbremse und machen mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln auf die Misere aufmerksam. Die jetzt von einzelnen Handelsunternehmen angekündigte Erhöhung der Preise für Milch und Butter zeigt, dass es sich hier um Aushandlungsprozesse auf dem Markt und nicht um Preisabsprachen handelt.

„Jeder Arbeitnehmer, dessen Gehalt innerhalb eines Jahres um 20 Prozent gekürzt würde, ginge selbstverständlich auf die Straße“, so Johannes Scharl. Deshalb will der BDL gerechte Preise für alle. Ein Traum von der Planwirtschaft, wie manche Einzelhändler behaupten, ist das nicht. Vielmehr geht es um Anerkennung und Bezahlung der Leistungen der Landwirtschaft in Deutschland und in der Welt. Dazu gehört nicht nur die importunabhängige Versorgung mit dem wertvollen Rohstoff Milch, sondern beispielsweise auch die Anerkennung der Kulturlandschaftspflege, die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft und ihren vor- und nachgelagerten Bereichen.

Der BDL hält trotz der steigenden Erzeugerpreise (allein die Futterkosten sind innerhalb eines Jahres um mehr als ein Drittel gestiegen) auch in der aktuellen Diskussion an der Abschaffung der Milchquote fest. „Wir sind Unternehmer, keine Sofamelker. – Momentan ist zu sehen, was passieren kann, wenn Unternehmer etwas unternehmen und für gerechte Preise demonstrieren“, so Johannes Scharl. Die Zukunft liege ganz klar in der sozialen Marktwirtschaft – auch für die Milch.

Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Deutschen Landjugend im Deutschen Bauernverband e.V. (BDL), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Pressestelle Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-253, Telefax: (030) 31904-206

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