Pressemitteilung | Bund der Deutschen Landjugend e.V. (BDL)
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BDL: In Zukunft statt in Destillation investieren

(Berlin) - Landjugend bezieht Stellung zur Reform der EU-Weinmarktordnung
(BDL) „Die aktuellen Maßnahmen zur Steuerung des Weinmarkts sind nicht zukunftsgerichtet. Insbesondere die Finanzierung von Destillationsmaßnahmen und Lagerhaltung muss in der EU-Weinmarktordnung geändert werden“, so Gunther Hiestand, der neue Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), am Wochendende auf der Bundesmitgliederversammlung in Ortenberg. Die 60 Delegierten aus ganz Deutschland einigten sich in Südbaden auf ein gemeinsames BDL-Positionspapier zur Reform der EU-Weinmarktordnung.

Darin fordern sie eine Abkehr von den wenig wirksamen Beihilfen für die Destillation. Vielmehr dürften diese nur noch für wirkliche soziale Krisen in einzelnen Anbaugebieten gezahlt werden. Stattdessen fordert der BDL stärkere Investitionen in zukunftsgerichtete Maßnahmen und Projekte wie zum Beispiel die Umstrukturierung von Rebflächen.

Darüber hinaus, so der BDL, unterscheiden sich die Probleme der Anbaugebiete, so dass regionale Lösungen gefunden werden müssten. Daher ist es notwendig, den einzelnen Ländern und Regionen Europas einen möglichst großen Spielraum in der Gestaltung der Mittelverwendung des EU-Budgets zu geben. „Darum fordern wir eine Aufteilung des EU-Budgets nach der Rebfläche der EU-Länder und Regionen“, so Gunther Hiestand.

Doch in dem vom BDL-Arbeitskreis „Deutsche JungwinzerInnen“ eingebrachten Positionspapier wird auch eine stärkere Unterstützung des Marketings, einschließlich der Werbung und Marktforschung gefordert, um das Image und die Akzeptanz der deutschen Weine zu verbessern.

Mindestens ebenso wichtig ist dem größten Jugendverband im ländlichen Raum die Schaffung von Zukunftsperspektiven für die JungwinzerInnen und die Entwicklung ihrer Betriebe. „Aus unserer Sicht ist es sinnvoll, eine Möglichkeit zur Bildung einer regionalen Reserve von Pflanzrechten zu bieten, die es jungen Betriebsleitern erlaubt zu expandieren“, heißt es in dem Reformpapier. Dazu müsse allerdings die Wirtschaftlichkeit des Betriebes oder der Neugründung nachgewiesen werden.

Neben verschiedenen anderen Punkten (nachzulesen unter http://bdl.landjugend.info/wir_sind_wer/Wir_beziehen_Stellung/weinbau.html) fordert der BDL eine klare Definition des Begriffs „Wein“ und eine strikte Festlegung der önologischen Verfahren. Traditionelle Verfahren müssen anerkannt und in die Neue Marktordnung übernommen werden.

„Wir sind bereit, uns den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Dazu brauchen wir eine EU-Weinmarktordung, die auf die individuellen Bedürfnisse der Winzerinnen und Winzer in den Regionen zielgerichteter eingeht“, so der neue BDL-Vorsitzende.

Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Deutschen Landjugend im Deutschen Bauernverband e.V., Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Carina Gräschke, Pressereferentin, Presse Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-253, Telefax: (030) 31904-206

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