BDL-Trialog mit Bundespräsident Köhler / Ländlicher Raum als Lebens- und Erlebnisraum
(Berlin) - Über eine Stunde hatte sich Bundespräsident Horst Köhler gestern für die Vorsitzenden des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), Rosi Geyer und Gunther Hiestand, Zeit genommen, um mit ihnen über ihre Anliegen allen voran über die Zukunft des ländlichen Raumes zu reden. Übereinstimmend stellten die Drei fest, dass es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei, die Verödung ländlicher Räume zu verhindern.
Bundespräsident Köhler honorierte das Engagement der Landjugend auf diesem Gebiet. Das soziale Netzwerk, die Struktur der Landjugend, bilde das Rückrat für die ländlichen Räume, ja für das ganze Land, sagte er. Zugleich sei er froh, dass die Landjugend sich dieser Verantwortung stelle und den ländlichen Raum so mitgestalte, dass er Zukunft habe.
Damit die Dörfer nicht nur Schlafstätte der Menschen sind, sondern auch Lebens- und Erlebnisraum bleiben, muss sich der ländliche Raum mehr zum Wirtschaftsstandort entwickeln, so Rosi Geyer. Die Ausstattung mit Schulen, Betreuungs- und Gesundheitseinrichtungen, Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten etc. sei ebenso wie die Versorgung mit Kommunikations- und Verkehrsinfrastruktur von großer Bedeutung für die Zukunft der ländlichen Regionen. Gerade Letzteres sei wichtig für die Belebung der Wirtschaft, da sie mit ein entscheidendes Kriterium für die Ansiedlung von Unternehmen im ländlichen Raum sei, sagte Gunther Hiestand.
Die beiden BDL-Vorsitzenden wiesen in dem Gespräch mit dem Bundespräsidenten darauf hin, dass ihr Jugendverband sich für den Aufbau regionaler Netzwerke stark macht. Alle Akteure in der Region können sich so in Netzwerken gemeinsam für die Zukunft der Jugend der Region und damit gleichzeitig gegen die Entvölkerung der Region engagieren, schlug die BDL-Vorsitzende vor.
Neben der Wertschätzung regionaler Lebensmittel, die der BDL mit seinem Projekt Tischkussion in den Mittelpunkt rückte, ging es bei dem regen Austausch mit Horst Köhler auch um die Rahmenbedingungen, die es braucht, damit die jungen LandwirtInnen auch in Zukunft produzieren können. Der Bundespräsident zeigte sich äußerst interessiert an den offenen Antworten der BDL-Vorsitzenden auf seine Fragen zum Bioboom, zu den erneuerbaren Energien, zur Ausbildung in den grünen Berufen.
Dabei gingen die BDL-Bundesvorsitzenden auch auf die Forderung ihres Jugendverbandes nach chancengerechten Bildungszugang für alle Menschen in unserem Land ein. Alle Menschen müssen die gleichen Chancen auf Bildung haben, unabhängig von finanziellem Hintergrund, Herkunft, Geschlecht oder dem Bildungshintergrund der eigenen Familie, sagte Rosi Geyer. Dabei müsse auch der Weg zur Schule zumutbar bleiben. Die Schule muss im Dorf bleiben, sagte sie. Und die Landwirtschaft muss mit ihren vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen das Rückrat der ländlichen Räume und der eigenständigen Ernährung Europas bilden, ergänzte Gunther Hiestand.
Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Deutschen Landjugend im Deutschen Bauernverband e.V. (BDL), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Pressestelle
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 31904-253, Telefax: (030) 31904-206
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