BDL: Zukunftsfähigkeit ist Maß der Dinge / JunglandwirtInnen fordern stärkere Vermarktung der Milch und sofortige Ausweitung des Schulmilch-Programms
(Berlin) - Wir brauchen Lösungen, die jungen Milcherzeugern und Milcherzeugerinnen in Deutschland Zukunft geben. Ich bezweifele, dass ein Festpreis diese bietet, so Johannes Scharl, stellv. Vorsitzender des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), vor dem anstehenden Milchgipfel. Viel versprechender seien Lösungen, die auf eine bessere und stärkere Vermarktung der Milch zielen. Diese marktoffensive Herangehensweise steigert die Nachfrage nachhaltig und scheint der gangbarste Weg für den Exportweltmeister Deutschland, der mit seinen Produkten weltweit bestehen will und muss.
Solange es legal und zielführend ist, sind wir zu allem bereit, wenn es um die Zukunft der MilcherzeugerInnen geht. Denn das ist bei allen Verhandlungen und Protesten für uns als junge Unternehmer das Maß der Dinge, stellt Johannes Scharl klar. Doch es gehe darum, gemeinsame Lösungen zu finden, die den Herausforderungen von Markt und Gesellschaft entsprechen. Auch wenn die Milchpreise in den vergangenen Wochen kaum gestiegen sind, lässt sich das Problem der hohen Kosten und geringen Erlöse bei der Milcherzeugung nur im fairen Umgang miteinander lösen, mahnt der stellv. BDL-Bundesvorsitzende.
Als eine Maßnahme, die langfristig eine positive Veränderung der Milchpreise bewirken könnte, schlägt Johannes Scharl Horst Seehofer vor, beim Milchgipfel eine Ausweitung des Schulmilch-Programms zu diskutieren. Der Milchverbrauch an Schulen und Kindergärten ist seit 1993 um zwei Drittel zurückgegangen. Derzeit läuft ein millionenschweres Modellprojekt des Bundeslandwirtschaftsministeriums in Nordrhein-Westfalen, um herauszufinden, was nötig ist, damit Kinder und Jugendliche mehr Milchprodukte konsumieren. Eine erste Zwischenbilanz und eine möglichst sofortige bundesweite Umsetzung der Ergebnisse täten nicht nur der Gesundheit der SchülerInnen, sondern auch dem Absatz von Milch gut, schätzt Johannes Scharl ein. Schließlich gehe es nicht nur um das Hier und Jetzt, sondern auch um die MilchkäuferInnen von morgen.
Die gerade beschlossene Neuregelung des EU-Schulmilchprogramms, wonach künftig eine breitere Palette von Milchprodukten bezuschusst werden kann, ist ganz in diesem Sinne und erweitert den Handlungsspielraum der Bundesregierung. In diesem Zusammenhang mahnt der stellv. BDL-Bundesvorsitzende eine Heraufsetzung der Beihilfen für die Schulmilch auf die Höhe von 1994 an. Zu der Zeit lag sie bei 40 Cent/kg und ist seitdem auf 18,5 Cent/kg gesunken.
Der BDL möchte mit diesem konstruktiven Vorschlag seinen Beitrag zum Gelingen des Milchgipfels leisten. Natürlich ist das nur eine Maßnahme, um den Milchpreis zu stabilisieren. Doch wir unterstützen alles, was denen, die heute und morgen Milch erzeugen wollen, Zukunft verspricht. Die Zukunftsfähigkeit muss beim Milchgipfel und allen weiteren anstehenden Entscheidungen das Hauptkriterium sein, damit die LandwirtInnen auch künftig Milch erzeugen können und Deutschland mit seiner Milchproduktion unabhängig bleibt, so Johannes Scharl.
Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Deutschen Landjugend im Deutschen Bauernverband e.V. (BDL), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Carina Gräschke, Pressereferentin, Presseabteilung
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 31904-253, Telefax: (030) 31904-206
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