BdSt-Vorschlag zur Reform des Lohn- und Einkommensteuertarifs / Weniger ist mehr!
(Berlin) - Der Präsident des Bundes der Steuerzahler (BdSt), Dr. Karl Heinz Däke, stellte in Berlin am 22. Mai 2008 das BdSt-Modell zur Reform des Lohn- und Einkommensteuertarifs vor. Die drei zentralen Ziele dieser Reform sind die Beseitigung des Knicks im Tarifverlauf, die Vermeidung heimlicher Steuererhöhungen sowie eine spürbare Entlastung für die Steuerzahler.
Der BdSt-Reformvorschlag im Detail:
1. Um auch weiterhin die Steuerfreistellung des Existenzminimums zu sichern, ist der Grundfreibetrag auf 8.000 Euro anzuheben.
2. Die massiven Mehrbelastungen bei der Lohn- und Einkommensteuer wurden insbesondere durch den Trick mit dem Knick im Tarifverlauf erreicht. Dieser Knick sorgt dafür, dass die Steuersätze im Anfangsbereich extrem steil ansteigen. Die Entlastung fällt deshalb bei niedrigen und mittleren Einkommen wesentlich schwächer aus. Verstärkt wurde die Wirkung des Knicks durch die Senkung der Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz.
3. Der BdSt- Modell-Tarif hat keinen Knick und beginnt mit einem echten Eingangssteuersatz von 15 Prozent. Der Tarif steigt dann gleichmäßig oder linear-progressiv bis zum Spitzensteuersatz von 42 Prozent an.
4. Die Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz ist auf 60.000 Euro im Jahr anzuheben. Die heutige Einkommensgrenze von 52.152 Euro bedeutet, dass vom 1,3-fachen des Durchschnittseinkommens der Spitzensteuersatz greift. Im Jahr 1958, als der Progressionstarif eingeführt wurde, lag die Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz beim zwanzigfachen Durchschnittseinkommen. Zudem muss berücksichtigt werden, dass die heimlichen Steuererhöhungen durch die Senkung der Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz erheblich verstärkt wurden.
5. Um Belastungsverschärfungen durch heimliche Steuererhöhungen künftig zu vermeiden, soll der Tarif an die allgemeine Entwicklung der Einkommen gekoppelt werden. Der BdSt-Tarif steht also auf Rädern.
Das komplette Statement von BdSt-Präsident Däke (inkl. Vorschläge zur Gegenfinanzierung der Steuerentlastung und Zahlenmaterial) finden Sie im Internet unter www.steuerzahler.de.
Weniger Steuern heißt mehr Geld bei den Bürgern!
Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Steuerzahler e.V. (BdSt)
Pressestelle
Französische Str. 9-12, 10117 Berlin
Telefon: (030) 2593960, Telefax: (030) 25939625
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
- 45 Milliarden Euro - Dieser Staatsüberschuss verpflichtet! / Wir fordern: Soli-Aus für alle und Ende der Diskussion um die Schwarze Null
- Unsere neue Musterklage: Soli-Aus ab 2020! / Bund der Steuerzahler reicht Klage wegen zu später Soli-Abschaffung ein
- Ja zu Altmaiers Soli-Plänen / BdSt fordert: Fester Ausstiegstermin muss ins Gesetz/Abbau bis spätestens Ende 2022!
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

