Becksteins Vignetten-Pläne / Vorschlag unrealistisch und nicht durchdacht / Keine Entlastung der Autofahrer zu erwarten
(München) - Dem neuerlichen Vorschlag des bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein zur Einführung einer Pkw-Vignette erteilt der ADAC erneut eine klare Absage. Ein falscher Vorschlag wird auch dann nicht richtiger, wenn man ihn immer wieder aus der Schublade zieht, kritisiert ADAC-Vizepräsident für Verkehr, Ulrich Klaus Becker. Herr Beckstein versucht populistisch, dieses Mal seine Vignettenpläne mit den zurzeit immens hohen Kraftstoffpreisen zu begründen. Diese Rechnung geht jedoch nicht auf, so Becker. Wie der Club mitteilt, sind mit einer Vignettenregelung keinesfalls die von Beckstein genannten sieben Milliarden, sondern lediglich rund drei Milliarden Euro zu erzielen.
Eine Reduzierung der Abgabelast der Autofahrer wäre in der Tat dringend geboten. Dies kann jedoch nicht durch die Einführung neuer Autofahrerabgaben erreicht werden. Ohnehin würde die Einführung einer Pkw-Vignette in Höhe von 120 Euro rein rechnerisch nur zu einer Steuersenkung um rund vier Cent je Liter Kraftstoff ausreichen.
Auch die Aussage, eine Vignette rechne sich schon bei einer jährlichen Fahrleistung von mehr als 9 000 Kilometer, ist schlichtweg falsch und führt in die Irre. Wer Pendler entlasten will, sollte die beschlossene drastische Kürzung der Entfernungspauschale schnellstmöglich zurücknehmen, so der ADAC-Vizepräsident.
Der ADAC weist darauf hin, dass eine Pkw-Vignette zudem unabsehbare Folgen für die Verkehrssicherheit hätte. So würden schätzungsweise 20 Prozent des Pkw-Autobahnverkehrs auf die weniger sicheren Bundes- und Landstraßen ausweichen zusätzliche 570 Verkehrstote wären die Folge.
Quelle und Kontaktadresse:
Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V. (ADAC)
Pressestelle
Am Westpark 8, 81373 München
Telefon: (089) 76760, Telefax: (089) 76762500
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