Pressemitteilung | IG Metall - Industriegewerkschaft Metall
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Beginn der Tarifverhandlungen für die westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie

(Bad Homburg) - Die IG Metall hat zu Beginn der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie eine Erhöhung der Entgelte und der Ausbildungsvergütungen um 5,5 Prozent gefordert. "Das ist eine angemessene Forderung und ein verantwortungsvoller Beitrag für mehr binnenwirtschaftliche Nachfrage und Stabilität", sagte IG Metall-Verhandlungsführer Michael Jung am Mittwoch (28. Januar 2009) in Bad Homburg.

Gleichzeitig unterstrich Jung, dass die Produktivität und damit die Leistung der Beschäftigten in der Branche kontinuierlich gestiegen sei. Die Produktivität habe sich seit 2002 in der Textilindustrie um 23 Prozent erhöht, dagegen sind die Stundenlöhne laut Statistischem Bundesamt nur um acht Prozent gestiegen. Gleichzeitig sanken die Lohnstückkosten in den Textilunternehmen in diesem Zeitraum in der Summe um fast 13 Prozent. Zudem liegt der aktuelle Anteil der Löhne und Gehälter am Umsatz in der Bekleidungsindustrie bei 13,7 Prozent und in der Textilindustrie bei 18,4 Prozent. "Wir brauchen nicht nur Rettungsschirme für Banken und Unternehmen in Milliardenhöhe, sondern ein Plus an Kaufkraft und sichere Arbeitsplätze für die Beschäftigten", sagte Jung.

Die IG Metall fordert außerdem eine Vereinbarung über die zukünftige Ausgestaltung der Altersteilzeit. Sie soll tarifvertraglich so gestaltet werden, dass neue Altersteilzeitverhältnisse auch weiterhin möglich sind. "Davon profitieren alle Generationen. Die Jüngeren, weil sie in die Betriebe reinkommen und die Älteren, weil sie zu anständigen Bedingungen gehen können, wenn die Kraft nachlässt", sagte Jung. Der bestehende Tarifvertrag zur Förderung der Altersteilzeit läuft Ende 2009 aus. Zudem fordert die IG Metall eine verbindliche Regelung zur Übernahme der Ausgebildeten.

Der derzeit gültige Tarifvertrag läuft zum 28. Februar 2009 aus. In der Textil- und Bekleidungsindustrie arbeiten bundesweit rund 100.000 Beschäftigte.

Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall) Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843

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