Pressemitteilung | BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e.V.
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Bei DSD-Ausschreibung fehlt die Transparenz

(Berlin) - Zu der heutigen (11.08.) Ankündigung der Duales System Deutschland AG (DSD AG), einen Teil der diesjährigen Ausschreibung aufzuheben, erklärt der Hauptgeschäftsführer des BDE, Frank-Rainer Billigmann:

"Bei dieser Ausschreibung fehlt zweifelsfrei die Transparenz! Die Begründung der DSD AG, die in einzelnen Vertragsgebieten abgegebenen Angebote überschritten deutlich einen ermittelten Referenzpreis, bzw. lägen zu weit von diesem entfernt, ist für uns nicht überzeugend und vor allem nicht nachvollziehbar.

Denn dieser Referenzpreis wurde bisher von der DSD AG weder den Verbänden der Entsorgungswirtschaft, noch den Anbietern offen gelegt. Somit weiß heute niemand, auf welchen Annahmen dieser beruht und welche - zweifellos vorhandenen - Risiken für die potentiellen Auftragnehmer hier überhaupt berücksichtigt wurden."

Mit dem Hinweis auf eine angebliche Zustimmung durch das Bundeskartellamt soll dieser Aufhebung von fast 50 Prozent der Ausschreibungsgebiete mit einem Vertragsbeginn ab 2005 der "Mantel der Rechtfertigung" umgehängt werden.

Aber bekanntermaßen enthält die laufende Ausschreibung der DSD-Leistungsverträge für die Entsorgungswirtschaft viele kostentreibende Faktoren. Das wurde auch von neutralen Beratungsgesellschaften im Vorfeld des Ausschreibungsverfahrens bestätigt. Diese müssen in die Angebote der Entsorgungsunternehmen kaufmännisch korrekt einfliesen. Das verlangt die unternehmerische Verantwortung. Auch das Bundeskartellamt hat dies gefordert.

"Möglicherweise erringt die DSD-AG mit den von ihr verlangten Preissenkungen am Ende des Tages einen Phyrrussieg, denn nach heutiger Erkenntnis müssen wir annehmen, dass der vorgelegte Referenzpreis keine Spielräume für Innovationen in der Sammel- und Sortiertechnik oder bei der Verwertung zu lässt," so der branchenführende Verband, "denn die Weiterentwicklung dieser Technologien muss mit den auskömmlichen Erlösen jetzt finanziert werden!" Es ist daher zu befürchten, dass heutige Preiserfolge nur vorübergehender Natur sind und dass nach Auslaufen der 3 Jahres-Verträge ganz neue Kosten zu lasten der Verbraucher entstehen könnten."

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft e.V. (BDE) Petra Blum, V.i.S.P.: Tempelhofer Ufer 37, 10963 Berlin Telefon: 030/5900335-20, Telefax: 030/5900335-26

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