Bei Smart Meter auf Freiwilligkeit setzen / Statement von Klaus Müller, Vorstand des vzbv, zum geplanten Zwangseinbau von Smart Meter
(Berlin) - Am Freitag, 26. Februar 2016, berät der Bundestag in erster Lesung über das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht einen verbindlichen Einbau von Smart Meter - intelligenter Messsysteme und moderner Stromzähler - auch in Privathaushalten vor. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) spricht sich gegen den Zwangseinbau aus.
"Den meisten privaten Haushalten bringen Smart Meter keine Vorteile, aber Kosten. Smart Meter allein sparen erst einmal keinen Strom. Variable Tarife, mit denen Kunden Strom verbrauchen können, wenn er günstig ist, gibt es noch nicht. Und selbst wenn, ließen sich die Smart Meter-Kosten von bis zu 100 Euro pro Jahr im Normalfall nicht wieder einspielen.
Deshalb muss sich der Bundestag für das Prinzip der Freiwilligkeit stark machen. Verbraucher müssen sich für oder gegen Smart Meter entscheiden dürfen. Andernfalls werden sie einmal mehr über Gebühr für die Energiewende zur Kasse gebeten. Das bedroht auch die Akzeptanz der Energiewende."
Quelle und Kontaktadresse:
vzbv Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
Matthias Ruchser, Leiter, Kommunikation
Markgrafenstr. 66, 10969 Berlin
Telefon: (030) 258000, Fax: (030) 25800218
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