Pressemitteilung | Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen e.V. - Geschäftsstelle Bremen

Belebung der Baukonjunktur bleibt weiterhin aus

(Hannover) - Eine Belebung der derzeitigen baukonjunkturellen Situation in Niedersachsen bleibt nach den Worten des Hauptgeschäftsführers des Verbandes der Bauindustrie für Niedersachsen, Prof. Michael Sommer, weiterhin aus. Auf der Grundlage der für den Zeitraum Januar bis Mai 2000 vorliegenden statistischen Daten ergebe sich bei der Bauproduktion, gemessen an den geleisteten Arbeitsstunden, ein Rückgang von insgesamt 3,1 Prozent. Zu beachten sei dabei, dass die Produktionsstunden mit insgesamt knapp 46,8 Millionen in allen Sparten des Hoch- und Tiefbaus zurückgegangen sind. Im Vorjahr belief sich die Anzahl der Produktionsstunden noch auf 48,3 Millionen.

Mit Sorge werde laut Sommer die Entwicklung der Auftragseingänge beobachtet. Diese seien bei den statistisch erfassten Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten um 8,3 Prozent bzw. 400 Millionen DM im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Besonders stark sei die Auftragsentwicklung im Wohnungsbau mit minus 20,6 Prozent bzw. 250 Millionen DM eingebrochen. Dies sei besonders im Hinblick auf die von der Bundesregierung geplante Mietrechtsreform bedenklich, vor allen Dingen wenn man sehe, dass auch die erteilten Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser um 8,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen seien.

Sollte die Mietrechtsreform in der jetzigen Fassung beschlossen werden, sei nach Worten Sommers damit zu rechnen, dass sich noch mehr Investoren aus dem Wohnungsmarkt zurückzögen mit absehbaren negativen Folgen für Arbeits- und Wohnungsmarkt. Von den öffentlichen Bauaufträgen gingen, so Sommer, keine stimulierenden Impulse aus. Die Auftragseingänge im öffentlichen Wohnbau schrumpften um 16 Prozent. Straßenbauaufträge um 4,7 Prozent. Lediglich der gewerbliche Tiefbau wies mit plus 3 Prozent eine geringe Belebung aus.

Das Volumen der erteilten Baugenehmigungen erreichte auf der Fünf-Monats-Basis 2000 den Wert von 18,7 Millionen Kubikmeter Rauminhalt und damit gegenüber 1999 noch einen leichten Nachfragezuwachs von 2,2 Prozent. Zu berücksichtigen sei allerdings, dass einer Zunahme der Baugenehmigungen im Nichtwohnbau, d.h. vor allem im Wirtschafts- und öffentlichen Hochbau, um 7,7 Prozent ein Rückgang der Wohnungsbaunachfrage von 2,8 Prozent entgegensteht.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Bauindustrie für Niedersachsen, Eichstr. 19, 30161 Hannover, Tel.: (05 11) 34 83 40, Fax: (05 11) 34 80 711

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