Pressemitteilung | DER MITTELSTANDSVERBUND - ZGV e.V.

Benchmarking-Studie zur strategischen Führung von Verbundgruppen vorgelegt - Verbundgruppen bauen Marktposition aus

(Bonn) - Mittelständische Facheinzelhändler haben auch in Zukunft Überlebenschancen, da sich ihre Einkaufs- und Marketingverbände rechtzeitig auf die sich rasant ändernden Marktverhältnisse einstellen. Gegenüber Großunternehmen, die mittlerweile auch aus dem Ausland kommen, reagiert fast jede Verbundgruppe mit eigenen Ideen und entwickelt tragfähige Konzepte. Zu diesem Ergebnis kommt die erste Benchmarking-Studie zur strategischen Entwicklung der europäischen Verbundgruppen, die der Zentralverband Gewerblicher Verbundgruppen (ZGV) in Zusammenarbeit mit der Internationale Vereinigung von Einkaufs- und Marketingverbänden (IVE) und der Münchener Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner in Düsseldorf vorgestellt hat.

„Der Wettbewerbsdruck in nahezu allen Branchen steigt, wie die momentane Lage im Lebensmittelhandel zeigt, dennoch sind die erfolgreichen Verbundgruppen in der Lage, sich zu behaupten und sich strategisch marktadäquat auszurichten. 66 Prozent der befragten Verbundgruppen sind in stagnierenden oder schrumpfenden Branchen tätig und trotzdem gelingt es knapp der Hälfte von ihnen, zu expandieren und sich somit erfolgreich vom Branchentrend abzukoppeln“, sagte Prof. Dr. Günter Olesch, Hauptgeschäftsführer des ZGV.

Die Kritik, dass der Mittelstand das E-Commerce-Zeitalter verschläft, trifft nach Angaben von Dr. Timo Renz, Projektleiter der Benchmarking-Studie bei der Unternehmensberatung Wieselhuber & Partner, nicht auf die Verbundgruppen zu: „Die Kooperationen werden zum nicht zu ersetzenden Mittler zwischen Industrie und Endkunden, denn bei ihnen laufen alle relevanten Informationen zusammen. 89 Prozent der befragten Kooperationen sind bereits im Internet präsent; 54 Prozent wickeln den Bestell- und Informationsaustausch mit den Mitgliedern elektronisch ab (B2B). Mit Hochdruck wird derzeit an Internet-Shop-Konzepten und Portalslösungen für Endkunden gearbeitet, die innerhalb der nächsten sechs Monate online geschaltet werden.“

Strategische Erfolgsfaktoren für die gute Marktperformance von den erfolgreichen Einkaufs- und Marketingverbände sind:

- Dass die Verbundgruppe längst kein reiner Einkaufsverband mehr ist, sondern den Informationsverbund realisiert hat und als wichtigste Strategie die vernetzte Kommunikation nach innen und außen ansieht.

- Durch den höheren Vernetzungsgrad erreicht die Verbundgruppe eine größere Mitgliederbindung und damit die Möglichkeit, schneller und flexibler auf Marktveränderungen zu reagieren, um den Großbetriebsformen des Handels Paroli bieten zu können.

- Ressourcenbündelung und die Erschließung von Synergiepotenzialen werden nicht nur innerhalb einer Verbundgruppe, sondern auch durch Netzwerke von strategischen Allianzen bis hin zu Fusionen erreicht.

- Die Suche nach Bündnispartnern macht nicht an Landesgrenzen halt, sondern erfolgt auch im europäischen und außereuropäischen Raum. International ausgerichtete Verbundgruppen tauschen in hohem Maße Sortimentsmodule, Vertriebskonzepte und Dienstleistungen aus, die das eigene Leistungsportfolio sinnvoll ergänzen.

- Die Verbundgruppenzentralen als Mittler zwischen Endverbraucher und Lieferanten nutzen ihre Schlüsselposition zunehmend zum Einstieg in E-Business-Aktivitäten und erschließen damit die gesamte Wertschöpfungskette.

An der Benchmarking-Studie beteiligten sich 75 Verbundgruppen aus nahezu allen Branchen des Groß- und Einzelhandels. Sie repräsentieren einen Außenumsatz 124 Milliarden Mark mit insgesamt 37.777 angeschlossenen Mitgliedshäusern aus dem mittelständischen Fachhandel. Die Studie, die im Frühjahr 2000 durchgeführt wurde, verfolgte das Ziel, strategische Erfolgsfaktoren im Verbundgruppenmanagement zu identifizieren und damit die unterschiedliche Marktperformance zu erläutern.

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Gewerblicher Verbundgruppen e.V. (ZGV),Vorgebirgsstr. 43, 53119 Bonn, Telefon: 0228/985840, Telefax: 0228/9858410

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