Pressemitteilung | Deutscher Reiseverband e.V. (DRV)
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Berliner Ausbildungsgebühr muss runter! / Deutscher ReiseVerband beklagt finanzielle Hürden der IHK

(Berlin) - „Die Ausbildungsgebühr in Berlin muss runter! Die Hauptstadt ist unrühmliches Schlusslicht bei der Höhe von Prüfungs- und Betreuungsleistungen für Auszubildende in Deutschland“, beklagt der Vizepräsident des Deutschen ReiseVerbands (DRV), Hans Doldi. Er fordert von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin eine deutliche Reduzierung dieser Gebühr. Mit 475 Euro gehört Berlin zu den bundesweiten Spitzenreitern bei der Höhe der Gebühr für Prüfungs- und Betreuungsleistungen der IHK. Das hat Auswirkungen auf die Zahl der zur Verfügung gestellten Ausbildungsplätze von Berliner Betrieben, beklagt der Deutsche ReiseVerband.

So gehören die IHK-Ausbildungsgebühren für Reiseverkehrskaufleute im bundesweiten Vergleich in der Hauptstadt zu den höchsten, hat der größte Branchenverband der Touristik festgestellt. Die 475 Euro stehen im krassen Gegensatz zu den 100 Euro Gebühren etwa in Potsdam oder 135 Euro in Frankfurt/Main – in Stuttgart sind es sogar vorbildliche null Euro. „Für die Reiseunternehmen in der Hauptstadt ist dies ein erheblicher Kostenfaktor. Dieser Spitzenwert bremst die Ausbildungsbereitschaft in der Berliner Wirtschaft massiv“, befürchtet der Vizepräsident des DRV. Er appelliert an die IHK Berlin, die Ausbildungsgebühren deutlich und möglichst schnell abzusenken. „Sonst verpasst die Stadt eine wichtige Chance, den Tourismus – eine ihrer wichtigsten Wirtschaftszweige – mit den erforderlichen Fachkräften auszubauen“, so der DRV-Vizepräsident Doldi.

Der Tourismus schafft und sichert eine Vielzahl an Arbeits- und Ausbildungsplätzen und spült beachtliche Steuermittel in die Berliner Finanzkasse. Allein im Stadtgebiet der Spree-Metropole gibt es knapp 550 Reisebüros (Stand 2007). Berlin gehört damit zu den Städten mit der höchsten Reisebüro-Dichte in ganz Deutschland. Und diese Reisebüros stellen ein großes Potenzial an Ausbildungsplätzen. „Die Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau oder zum Reiseverkehrskaufmann gilt als zukunftsorientiert. Doch seit 2001 sind die Ausbildungszahlen für diesen Beruf rückläufig“, konstatiert Doldi. So ist die Zahl der Auszubildenden in den vergangenen sechs Jahren allein in der Hauptstadt um 36 Prozent zurückgegangen.

Viele Berliner Reiseunternehmen möchten mehr junge Leute zu Reiseverkehrskaufleuten ausbilden, doch die von der Berliner IHK verlangte Gebührenhöhe für die Abschlussprüfung wird von den Unternehmen als unangemessen hoch eingeschätzt. „Dass die Gebühren in Berlin im Bundesvergleich weit über den der anderen Kammerbezirke liegen, ist für die Unternehmen im hiesigen Markt ein nicht nachvollziehbarer und unhaltbarer Zustand“, beklagt der Vizepräsident des größten deutschen Tourismus-Branchenverbands. Für den Tourismusstandort Berlin habe dieser Spitzenplatz leider negative Auswirkungen: „Stuttgart zeigt vorbildlich, wie es geht.“

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher ReiseVerband e.V. (DRV) Sibylle Zeuch, Pressesprecherin Albrechtstr. 10a, 10117 Berlin Telefon: (030) 28406-0, Telefax: (030) 28406-30

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