Berthold Huber: Höhere Löhne sichern Arbeitsplätze
(Karlsruhe) - Höhere Arbeitnehmereinkommen gefährden nach Ansicht der IG Metall keine Arbeitsplätze, im Gegenteil: Höhere Löhne und Gehälter sind die Voraussetzung dafür, dass die kriminelle Zockerei auf den Finanzmärkten nicht voll auf die Realwirtschaft durchschlägt, sagte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, am Dienstag (28. Oktober 2008) in Karlsruhe. Die IG Metall will einer drohenden konjunkturellen Abschwächung durch eine Erhöhung der Kaufkraft entgegenwirken. Wir brauchen angesichts der Finanzmarktkrise und der weltwirtschaftlichen Unsicherheiten eine Stärkung der Binnennachfrage, sagte Huber auf einer Aktionskonferenz seiner Gewerkschaft. Wir brauchen höhere Löhne damit Arbeitsplätze gesichert werden.
Huber warf den Arbeitgebern vor, mitten in der Finanzkrise und einem Konjunkturabschwung der Weltwirtschaft mit Lohnsenkungen die Binnenkonjunktur abzuwürgen. Genauso könnte man einem Magersüchtigen eine Nulldiät verordnen, um ihn vor dem Verhungern zu retten, sagte Huber. Unsere Forderung nach acht Prozent ist die richtige Antwort auf die strukturelle Seite der Finanzkrise. Der IG Metall-Vorsitzende nannte es schäbig dass die Metallarbeitgeber aus der Finanzkrise Gewinn ziehen wollten und mit dramatisierender Schwarzmalerei faire Tarifverhandlungen verhinderten. Am kommenden Freitag (31. Oktober 2008) läuft um Mitternacht die Friedenspflicht aus. Die IG Metall hat bereits Warnstreiks angekündigt, für den Fall, dass es bis dahin noch kein Ergebnis geben sollte.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main
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