Beschäftigte der Textil- und Bekleidungsindustrie erhalten 3.6 Prozent mehr Geld
(Frankfurt am Main) Nach sechzehnstündigen Verhandlungen haben sich IG Metall und Arbeitgeber der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie auf einen Tarifabschluss geeinigt. Danach erhalten die rund 105 000 Beschäftigten für die Monate April und Mai eine Einmalzahlung von 200 Euro. Ab 1. Juni 2008 steigen die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 3,6 Prozent. Die Auszubildenden erhalten zusätzlich eine Erhöhung von monatlich 30 Euro und die Hälfte der Einmalzahlung. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt zwölf Monate. Das Ergebnis sichert den Beschäftigten in der Branche die faire Beteiligung am wirtschaftlichen Aufschwung, sagte das für Tarifpolitik zuständige IG Metall-Vorstandsmitglied, Helga Schwitzer, am Dienstag (11. März 2008) in Frankfurt. Dazu hätten die Beschäftigten mit ihrer eindrucksvollen Beteiligung an den Warnstreiks selbst beigetragen.
Außerdem einigten sich die Tarifvertragsparteien darauf, in einer Expertengruppe einen Vorschlag über einen Entgeltrahmentarifvertrag (tera) bis Ende Januar 2009 vorzulegen. Der Tarifvertrag zur Altersteilzeit wurde bis Ende 2009 verlängert und eine Gesprächsverpflichtung zur Übernahme von Auszubildenden und zur Flexibilisierung der Arbeitszeit vereinbart. Aus wirtschaftlichen Gründen können die Einmalzahlungen durch eine freiwillige Betriebsvereinbarung gekürzt werden. In derartigen Fällen ist eine Beschäftigungssicherung zwingend.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843
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