Beschlüsse des G8-Gipfels enttäuschend
(Berlin) - Als Bankrotterklärung gegenüber den sozialen Problemen der Globalisierung hat der DGB-Vorsitzende Michael Sommer die Ergebnisse des G8-Gipfeltreffens im japanischen Toyako bezeichnet. Die Beschlüsse von Toyako fallen weit hinter die Ergebnisse des letzten G8-Gipfels in Deutschland zurück, meinte Sommer am Mittwoch (9. Juli 2008) in Berlin.
Während man in Heiligendamm noch den Kampf für eine gerechtere und sozialere Weltordnung beschworen hat, wirken die Beschlüsse von Toyako so, als seien Arbeitnehmerrechte und der weltweite Ruf nach mehr und besserer Arbeit vollkommen aus dem Blick der G8-Führer verschwunden, kritisierte Sommer. Es könne nicht sein, dass man im Klimaschutz ehrgeizige Fernziele formuliere, so Sommer, aber über die Schaffung und Förderung nachhaltiger Beschäftigung im Umweltbereich kein Wort verliere.
Der DGB-Vorsitzende kritisierte insbesondere, dass vollmundigen Gipfelbeschlüssen nur selten Taten folgen würden. Nicht umsonst habe die internationale Gewerkschaftsbewegung vor dem japanischen G8-Gipfel gefordert, endlich einen Mechanismus in Gang zu setzen, der die politische Umsetzung vorheriger G8-Vereinbarungen kritisch überprüft: Das magere Ergebnis des japanischen G8-Gipfels beweist, wie notwendig es ist, die Führer der wichtigsten Industrienationen der Welt immer wieder mit ihren gemachten Zusagen zu konfrontieren und konkrete Handlungsperspektiven zu fordern.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand
Axel Brower-Rabinowitsch, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324
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