Beteiligung am Kapitalvermögen nicht nur für Reiche möglich
(Berlin) - Zu den Vorschlägen der SPD, Arbeitnehmer stärker am Kapitalvermögen zu beteiligen, erklärte DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel am Dienstag (26. Juni 2007) in Berlin:
Die derzeitige Besitz- und Vermögensverteilung ist extrem ungerecht. 60 Prozent aller Haushalte besitzen nur 9 Prozent des Nettovermögens. Der vorgeschlagene Fonds könnte helfen, zumindest den Wertzuwachs gerechter zu gestalten. In den letzten 50 Jahren konnten Arbeitnehmer ihren Anteil am Nettoeinkommen nur um den Faktor drei steigern. Das Nettoeinkommen aus Unternehmen und Vermögen stieg dagegen um das Zwölffache. Gewerkschaften setzen sich seit jeher dafür ein, dass Arbeitnehmer stärker am Wertzuwachs beteiligt werden. Von den immens wachsenden Unternehmenswerten dürfen nicht nur Reiche profitieren.
Für Arbeitnehmer ist entscheidend, dass die Fondsanteile sicher und bei Betriebswechsel handelbar sind. Jede Form der Kapitalbeteiligung darf nur on top erfolgen, also zusätzlich zu dem Tarifeinkommen. Ein Investivlohn, der sich aus Tariferhöhungen speist, lehnen wir ab. Besonders für Klein- und Mittelbetriebe ist interessant, dass ein solcher, geplanter geschlossener Fonds auch günstige Firmenkredite vermitteln kann. Das bedeutet größeren Schutz vor Heuschrecken.
Der DGB wird das SPD-Modell sorgfältig prüfen. Besonders nötig sind eine hohe Risikoabsicherung durch Bürgschaftsbanken und eine professionelle Fondsverwaltung. Weil der Fonds freiwillig ist, braucht er zum Start natürlich zukunftsorientierte Unternehmen und eine massive Unterstützung der Politik. Mit der vorgesehenen steuerlichen Förderung von bisher 135 Euro pro Jahr geht das sicher nicht.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand
Axel Brower-Rabinowitsch, Leiter, Presse- / Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324
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