Pressemitteilung | Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) - Bundesvorstand
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Betriebs- und Personalrätekonferenz des DGB in Berlin / DGB-Vize Ingrid Sehrbrock: „Für eine neue Generationengerechtigkeit“ / Konzernbetriebsratsvorsitzender Thomas Schlenz (ThyssenKrupp): "Zukunftssicherung durch Arbeitszeitverkürzung“

(Berlin) - Mit der Forderung nach einer „echten Generationengerechtigkeit“ hat die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Ingrid Sehrbrock, am Mittwoch in Berlin eine Betriebs- und Personalrätekonferenz des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Berlin eröffnet. Der zunehmenden Ausgrenzung junger und alter Menschen vom Berufsleben müsse mit einem Sonderprogramm der Bundesagentur für Arbeit für 50.000 Ausbildungsplätze und dem Aufbau eines „ehrlichen zweiten Arbeitsmarktes für ältere Langzeitarbeitslose“ begegnet werden.

Vor knapp 600 gewählten Belegschaftsvertretern aus Betrieben und Verwaltungen warnte die stellvertretende DGB-Vorsitzende mit Blick auf die steuer- und sozialpolitischen Konzepte der Großen Koalition: „Für die Bürger bis weit in die Mittelschicht hinein ist die Grenze der Belastbarkeit erreicht und zum Teil schon überschritten“. Die jüngste schwache Beteiligung bei den Landtagswahlen „muss doch das Spitzenpersonal in der Politik nachdenklich machen“.

„Die Zeit der Ausreden in der Politik ist vorbei“, sagte Sehrbrock. Die Gewerkschaften tolerierten „keine Halbherzigkeiten mehr“. Deswegen stelle der DGB seine Politik im Herbst unter das Motto: „Es geht besser – aber nicht von allein“.

Wie es besser geht, machte der Konzernbetriebsrat von ThyssenKrupp, Thomas Schlenz, deutlich: Die zwischen IG Metall, Gesamtbetriebsrat und dem Vorstand von ThyssenKrupp Steel vereinbarte Arbeitszeitverkürzung von einer Stunde ermögliche 500 neue Arbeitsplätze, die Übernahme von 1000 Ausgebildeten und den Abschluss von 500 zusätzlichen Altersteilzeitverträgen.

„Das nennen wir Beschäftigungssicherung auf solidarischer Basis“, sagte Schlenz, der zugleich Sprecher der Betriebs- und Personalräteinitiative des DGB ist. „Das nennen wir einen Beitrag zur Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit. Das ist der richtige Weg von Arbeitsumverteilung.“ Er sei sicher, dass damit ein Pilotprojekt für viele Branchen gelungen sei.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand Hilmar Höhn, Leiter, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060324

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