Bildungsarmut und ungleiche Chancen zentrale Probleme / Bildungsgewerkschaft zur IW-Studie Bildungsarmut und Humankapitalschwäche in Deutschland
(Frankfurt am Main) Immer mehr Wirtschafts- und Menschrechtsorganisationen erkennen, dass Bildungsarmut und ungleiche Bildungschancen zentrale gesellschaftliche Probleme sind. In diesem Sinne begrüße ich die heute (26. Juni 2006) vom Institut für Wirtschaft (IW) vorgestellte Studie, die diesen Befund bestätigt. Entscheidend sind jetzt die Maßnahmen, mit denen die festgestellten Probleme bewältigt werden können, sagte Marianne Demmer, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), mit Blick auf die IW-Untersuchung Bildungsarmut und Humankapitalschwäche in Deutschland. Sie stellte fest, dass Lösungsvorschläge an vier Punkten ansetzen müssten: Unterstützung der Familien mit Kindern, individuelle Förderung vom Kindergarten bis zur Berufsschule, Ganztagsschulen und längeres gemeinsames Lernen über die Grundschulzeit hinaus sowie Recht auf berufliche Ausbildung für jeden jungen Menschen. Hauptproblem ist das Auslese-Unwesen im deutschen Schulsystem. Es ist dafür verantwortlich, dass Bildungsarmut und ungleiche Bildungschancen in der Schule größer werden, statt Kinder mit schlechteren Startchancen so zu fördern, dass sie ihre Nachteile ausgleichen können.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Ulf Roedde, Pressesprecher
Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201
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